Eine Ampel sollte den Kreisel am Schelmenwasen entlasten. Bislang ohne Erfolg. Foto: Alexandra Kratz

Die Signalisierung des Kreisverkehrs Schelmenwasenring in Stuttgart-Fasanenhof bringt bislang nicht die gewünschte Wirkung. Denn der Stau verlagert sich durch die Ampel.

Fasanenhof - Eigentlich sollten die Ampeln den Kreisel entlasten. Denn insbesondere im nachmittäglichen Berufsverkehr stauen sich die Autos, die aus dem Gewerbegebiet Fasanenhof-Ost ausfahren wollen, entlang der Schelmenwasenstraße und dem Zettachring. Doch nach einer Testphase im Frühjahr sind die Ampeln nun aus. Das melden uns Beschäftigte des Industriegebiets. „Das Problem ist, dass sich der Verkehr, der von der B 27 ins Gewerbegebiet will, durch die Ampelschaltung bis auf die Rampe der Bundesstraße zurückstaut“, erklärt Reinhard Unkhoff. Er ist im städtischen Tiefbauamt für die Ampeln zuständig.

Der erste Test brachte wenig Erfolg

Zwar habe die Schaltung der Ampeln für eine geringfügige Entlastung des Schelmenwasenrings geführt, in Relation mit dem dadurch erfolgten Rückstau aus der Gegenfahrtrichtung sei das allerdings kein Erfolg. „Der erste Test war nicht sehr erfolgreich“, fasst Unkhoff zusammen.

Das Todesurteil für die Ampeln am Kreisverkehr sei das allerdings noch nicht: „Wir sind weiterhin am Überlegen, wie wir die Anlage so schalten können, dass alle Richtungen davon profitieren“, sagt Unkhoff.

Der Kreisel ist seit Jahren überlastet

1400 bis 1500 Fahrzeuge, das ergab eine Zählung des Tiefbauamts im Mai, wollen am Nachmittag pro Stunde in den Kreisverkehr einfahren. Der Schelmenwasenring ist damit an seiner Belastungsgrenze. Die Ampeln sollten den Verkehr entzerren. Da es in ganz Stuttgart aber keinen weiteren Kreisverkehr mit einer Ampel gibt, kann die Stadt auf keinerlei Erfahrungen zurückgreifen. Aus diesem Grund müssen Unkhoff und seine Mitarbeiter testen, wie die Ampelschaltung am besten funktioniert.

Das Projekt hat die Stadt etwa 110 000 Euro gekostet. Bereits vor der Fertigstellung der Ampel war klar, dass sich der Stau im Gewerbegebiet nicht von heute auf morgen in Luft auflösen würde. Die Verwaltung kalkulierte mit einer halbjährigen Testphase, in der die Fachleute den Verkehrsfluss beobachten und Feinjustierungen der Rot- und Grünphasen vornehmen sollen.

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