Die Asphaltarbeiten an der Ortsdurchfahrt von Alfdorf-Brend sind aufwendiger als gedacht (Symbolbild). Foto: Bernd Wüstneck/dpa

Die Ortsdurchfahrt in Brend sollte längst fertig sein. Doch der Baugrund zwingt zu mehr Arbeit – und verlängert die Sperrung spürbar.

Die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Bauarbeiten in Alfdorf-Brend bekommt einen Dämpfer. Die Sanierung der Ortsdurchfahrt zieht sich länger hin als vorgesehen – und das aus einem Grund, der unter der Oberfläche liegt. Wie das Landratsamt des Rems-Murr-Kreises mitteilt, haben sich die Bodenverhältnisse als deutlich problematischer erwiesen als ursprünglich angenommen.

 

Dabei schien der Plan zunächst klar: Seit Mitte März wird die rund 450 Meter lange Strecke der Kreisstraße K 1889 grundlegend erneuert, die obersten Asphaltschichten werden abgetragen und neu aufgebaut. Eine Maßnahme, die unter Vollsperrung erfolgt – mit allen bekannten Folgen für den Verkehr. Umleitungen, längere Fahrzeiten, eingeschränkter Zugang für Anwohner.

Unerwartete Bodenprobleme verzögern Bauarbeiten in Alfdorf

Doch nun zeigt sich: Der Untergrund hält nicht, was die Voruntersuchungen versprochen hatten. Bei den laufenden Erdarbeiten traten laut der Behörde unerwartet ungünstige Bodenverhältnisse zutage. Der Baugrund muss aufwendiger stabilisiert werden, zusätzliches Material muss ausgetauscht werden. Technisch notwendig, aber zeitlich folgenreich.

Die Konsequenz ist spürbar: Der ursprünglich angepeilte Abschluss Anfang April ist nicht mehr zu halten. Stattdessen soll die Baustelle nun voraussichtlich bis zum 24. April andauern. Für viele bedeutet das: weitere Wochen im Baustellenmodus.

Busverkehr in Alfdorf startet nach den Osterferien wieder

Immerhin gibt es einen kleinen Lichtblick – zumindest für den öffentlichen Nahverkehr. Die Kreuzungsbereiche sollen so weit fertiggestellt werden, dass der reguläre Busbetrieb nach den Osterferien wieder anlaufen kann. Ein Detail, das für Pendler und Schüler entscheidend sein dürfte.

Für Autofahrer hingegen bleibt die Lage unverändert angespannt. Die bestehenden Sperrungen und Umleitungen bleiben bestehen. Wer durch Brend will, muss weiterhin ausweichen – über Burgholz, Voggenberger Sägmühle oder Alfdorf. Wege, die längst zur täglichen Routine geworden sind, aber nicht weniger lästig. Das Landratsamt bittet um Verständnis.