Dritas Spielertrainer Spetim Muzliukaj rechnet bis zum Schluss mit einem engen Rennen um den Aufstieg in die Bezirksliga, traut seinem Team den Weg aber zu. Foto: Peter Mann

Drita Kosova Kornwestheim geht als Spitzenreiter und mit vier Neuen in die Rückserie der Kreisliga A 2 und will diesen Platz bis zum Saisonende Ende verteidigen.

Mit einem Dreikampf im Aufstiegsrennen kennt man sich bei den Fußballern von Drita Kosova Kornwestheim inzwischen bestens aus. Schon im Vorjahr steckte man lange mitten in einem ebensolchen und musste sich erst auf der Zielgeraden der Kreisliga A2 Enz-Murr knapp den Konkurrenten TSV Münchingen und TSV Heimsheim geschlagen geben. Noch einmal aufgewertet wird der dritte Drita-Rang mittlerweile dadurch, dass die damaligen Rivalen nun auch in der Bezirksliga sofort wieder ganz vorne mitmischen.

 

Nach der ersten Halbserie der laufenden Saison spricht Spielertrainer Spetim Muzliukaj nun erneut von einem Dreikampf. Der Blick auf die Tabelle nach der Vorrunde bestätigt ihn, denn Herbstmeister Drita steht punktgleich mit der Spvgg Renningen an der Spitze und die Spvgg Weil der Stadt liegt als Dritter im Bunde nur drei Zähler zurück. „Beides sind starke Mannschaften, die sich wie wir auch Hoffnungen machen“, urteilt Muzliukaj, der keinen klaren Favoriten sieht. Dabei hatte es in der Hinserie zunächst sogar nach einem Start-Ziel-Sieg der Kornwestheimer ausgesehen, denn nach neun Siegen zum Auftakt lag das Team mit kleinem Vorsprung vorne, bevor dann im November mit dem 1:1 in Warmbronn und der schmerzlichen 2:5-Heimpleite gegen den direkten Konkurrenten aus Renningen die einzigen beiden Partien folgten, in denen Drita nicht als Sieger vom Platz ging.

Renningen wurde in der Vorrunde unterschätzt

„Ausgerechnet gegen Renningen sind wir es zu locker angegangen und haben sie unterschätzt“, ärgert sich Muzliukaj im Rückblick. Gegen die vermeintlich schwächeren Gegner gab man sich hingegen keinerlei Blöße – selbst wenn es auswärts auf den von den Drita-Akteuren ungeliebten holprigen Plätzen zur Sache ging. „Man darf sich da keine Patzer erlauben. Das haben wir aus den letzten zwei Jahren gelernt und die Gegner ernstgenommen“, lobt der Spielertrainer.

In seinem Kader hat sich im Winter für Kreisligaverhältnisse einiges getan. Während die Brüder Xhalal und Xhemajl Shala zum kosovo-albanischen Lokalrivalen AKV Ludwigsburg wechselten, ging ein Trio mit deutlich klangvolleren Namen den umgekehrten Weg: Der bereits 47-jährige Innenverteidiger Agron Istrefi, im Kosovo einst in der ersten Liga unterwegs, der ebenfalls sehr routinierte Mittelfeldspieler Albert Bytici (35), und – als Jüngster im Bunde – Angreifer Nexhati Hallimi sind neu im Drita-Trikot.

Shala-Brüder wechseln zu Lokalrivalen AKV Ludwigsburg

Der 23-jährige Hallimi spielte vor zwei Jahren noch bei Landesligatopteam FV Löchgau, bevor es ihn über Umwege zunächst zum AKV und nun zu Drita verschlug. „Er ist technisch stark und bringt vieles mit“, freut sich Muzliukaj, gesteht aber auch: „Eigentlich wollten wir in der Winterpause personell gar nichts machen. Aber dann kamen die Drei auf uns zu und haben sich angeboten.“ Komplettiert wird die Liste der Neuzugänge von Torwart Flamur Gashi, der über viele Jahre in der Bezirksliga das Tor des SV Perouse hütete. „Wenn sie Gas geben, sind alle Neuen mögliche Kandidaten für die erste Elf“, sagt der Coach auch mit Blick auf das traditionelle Trainingslager in Slowenien, in dem man noch bis zum kommenden Sonntag weilt. Dabei fehlen wird Muhamet Muzliukaj der bislang beste Torschütze der Kornwestheimer.

Shala-Brüder wechseln zum Lokalrivalen SKV Ludwigsburg

Nach seiner beim Hallenturnier im Sindelfinger Glaspalast erlittenen Knöchelverletzung, die eine OP nötig machte, ist mit ihm erst im Saisonendspurt wieder zu rechnen. Ligaauftakt ist für Drita am 15. Februar t mit dem Gastspiel beim TSV Münchingen II, bevor man in der Woche darauf im ersten von vier aufeinanderfolgenden Heimspielen den unmittelbaren Konkurrenten aus Weil der Stadt erwartet. Das Duell mit den punktgleichen Renningern steigt hingegen erst am viertletzten Spieltag im Mai. „Bis dahin bleibt es im Aufstiegskampf auf jeden Fall eng“, ist Muzliukaj überzeugt.