Im Ortenaukreis sind mehrere Windkraftanlagen lahmgelegt worden. Die Betreiber verdächtigen Windkraftgegner. (Symbolfoto) Foto: dpa

Mit brachialer Gewalt haben Unbekannte mehrmals hintereinander Windkraftanlagen im Ortenauskreis lahmgelegt. Der Betreiber geht davon aus, das die Täter Windkraftgegner waren. Der Sachschaden liegt bei mehreren zehntausend Euro.

Lahr/ Schuttertal - Dreimal in Folge haben Unbekannte bei Einbrüchen mehrere Windkraftanlagen im Kreis Ortenau lahmgelegt. Die Polizei schließt nicht aus, dass es sich um Windkraftgegner handelt, wie ein Sprecher am Donnerstag mitteilte. Die Betreiber der Windräder, Regiowind und SWE (Stadtwerke Emmendingen) Bürgerwind I sind überzeugt, dass es einen Zusammenhang zwischen den drei Einbrüchen gibt.

Die Täter seien mit brachialer Gewalt vorgegangen und hätten die Türen aufgebrochen. Die Windräder stoppten sie dann den Angaben zufolge mit einem Notausschalter. Bei zwei Einbrüchen in Schuttertal hätten die Unbekannten auch Computer ausgebaut und einmal eine Einstiegshilfe zur Kanzel mitgenommen.

„Die Betreiberfirma unserer Windräder geht davon aus, dass es so einen Vorfall - mehrere Einbrüche innerhalb weniger Tage - noch nie gegeben hat“, sagte Georg Hille, Geschäftsführer der SWE Bürgerwind. Insgesamt gebe es 30.000 Windräder in Deutschland.

„Das waren fanatische Windkraftgegner, die hatten ja nichts davon, die Anlagen abzustellen. Es ging nur darum, Schaden anzurichten“, sagte der Geschäftsführer von Regiowind, Andreas Markowsky . Der Sachschaden liegt bei allen drei Einbrüchen den Angaben zufolge bei mehreren zehntausend Euro.

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