Wegen des Besitzes und der Verbreitung kinderpornografischer Aufnahmen wird gegen einen Jugendlichen aus dem Kreis Göppingen ermittelt. (Symbolfoto) Foto: dpa/Uwe Zucchi

Gegen einen Jugendlichen aus dem Kreis Göppingen wird wegen des Besitzes und der Verbreitung kinderpornografischer Aufnahmen ermittelt. In mehreren Bundesländern hatte es vergangene Woche Razzien gegeben.

Göppingen - Nach deutschlandweiten Razzien wird gegen einen Jugendlichen aus dem Kreis Göppingen wegen des Besitzes und der Verbreitung kinderpornografischer Aufnahmen ermittelt. Das teilte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Montag mit. In elf Bundesländern waren vergangene Woche Wohnungen von 21 Tatverdächtigen durchsucht worden. Die 14- bis 26-Jährigen sollen die Videos über soziale Netzwerke geteilt haben.

Wie der Sprecher sagte, handelt es sich dabei um ein relativ neues Phänomen. So würden Jugendliche „ohne Anbindung an die pädophile Szene“ vermehrt solche Bilder über Messenger-Dienste verbreiten, kommentieren oder mit Emojis versehen. „Dabei handelt es sich nach unserer Einschätzung um ein unreflektiertes Verhalten, obwohl eine schwere Straftat vorliegt.“

Ähnlich äußerte sich auch der Unabhängige Beauftragte der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, am Montag auf seiner Internetseite: „Die Bandbreite sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche hat im Internet enorme Ausmaße angenommen.“ Dass in dem Bereich verstärkt auch Kinder und Jugendliche aktiv werden, mache deutlich, dass ein verantwortungsbewusster Umgang mit digitalen Medien offensichtlich nur ungenügend vermittelt werde.

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