Im Kreis Esslingen lässt sich Brennholz bequem auf digitalen Plattformen einkaufen. Die eigentliche Arbeit beginnt dann danach.
Noch steht ein warmes Spätsommerwochenende vor der Tür, aber wenn die Temperaturen dann allmählich sinken, wird in vielen Haushalten gerne der Schweden- oder der Kachelofen angeheizt. Gerade in der Übergangszeit lassen sich die kühlen Stunden am Morgen und am Abend gut mit einem Holzfeuer überbrücken. Und damit ist es höchste Zeit, bereits den Holzvorrat fürs nächste Jahr zu decken, denn das gespaltene Holz muss vor dem Einsatz lange trocknen.
Traditionell beginnt der Holzeinschlag bereits im Winter und damit auch der Holzverkauf im Form von Rundholz oder per Flächenlos, bei dem die Kundschaft das Holz auf einer Fläche in einem Waldstück selbst aufbereitet und zerkleinert. Jetzt im Spätsommer stehen bei den Forstbetrieben vor allem noch Restbestände in Form von Rundholz zum Verkauf.
Die Stadt Esslingen hat einen eigenen digitalen Verkaufskanal
Einkaufen kann man Brennholz zum Beispiel bei der Stadt Esslingen, die auf ihrer Homepage mit einem Angebot von verschiedenen Holzarten wirbt, „die je nach Verwendungszweck und Brennwert für unterschiedliche Heizarten geeignet sind. Von klassischem Buchen- und Eichenholz mit hohem Brennwert über schnell entzündliches Kiefernholz bis hin zu Fichten- oder Birkenholz, das sich besonders gut für den Kamin eignet – hier finden Sie die passende Holzsorte für Ihre Bedürfnisse“, heißt es dort.
Momentan ist die Auswahl allerdings begrenzt, so sind vor allem noch Eichenvorräte am Krummhardter Strässle zu haben, wobei der Preis für den Festmeter Holz hier bei 87 Euro liegt. Der Kauf sei ganz unkompliziert, heißt es weiter, man müsse nur das gewünschte Los aus der Tabelle auswählen und in den Warenkorb legen.
Esslingen schützt sein Holz mit GPS-Sendern vor Diebstahl
Übrigens sei das Esslinger Holz vor Diebstahl geschützt. Die Kommune weist darauf hin, dass sie die Polter sporadisch mit GPS-Sendern ausstatte. Diese Sender ermöglichen es, den Standort des jeweiligen Polter zu überwachen. Dies erhöhe nicht nur die Sicherheit des städtischen Brennholzes, sondern biete auch der Kundschaft „zusätzliche Gewissheit über die Integrität ihrer Einkäufe“.
Der landesweite Onlinehandel für Holz bietet noch mehr Auswahl
Allerdings ist so ein Holzkauf mit einer ganzen Menge Arbeit verbunden. Das zeigt sich, wenn man sich auf der Homepage der Stadt Esslingen durch das Holzangebot klickt. Zwar handelt es sich bei den Angeboten um sogenanntes Polterholz, das ist Rundholz, das gestapelt für den Abtransport bereit liegt, aber sägen, spalten und klein hacken, damit das Brennholz in den eigenen Ofen passt, muss die Kundschaft natürlich selbst.
Einen guten Überblick über das Brennholzangebot im Kreis Esslingen bietet auch die neue digitale Verkaufsplattform holzfinder.de. Hier wird Holz von privaten und kommunalen Waldbesitzern in ganz Baden-Württemberg angeboten.
Das angebotene Holz kommt aus den Kreisen Esslingen und Göppingen
Mit wenigen Klicks erhält man dort einen Überblick über regional verfügbares Brennholz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern. Häufig sind Fotos vom angebotenen Holz hinterlegt, damit man einen Eindruck erhält, denn zur Begutachtung mit dem Auto in den Wald zu fahren, ist nicht erlaubt. Eine Erlaubnis zum Befahren von Waldwegen bekommt man erst, wenn das Holz bezahlt wurde.
Gibt man die Esslinger Postleitzahl ein, erscheinen mehrere Angebote auf der Karte, die auch die Nachbarlandkreise einschließt. Zum Beispiel verkauft das Landratsamt Esslingen im Auftrag der Stadt Plochingen Eichen- und Eschenholzstämme mit einem Durchmesser von 34 Zentimeter, die von knapp sieben bis zu zwölf Meter lang sind. Kürzere Eschenstämme gibt es noch in Hohengehren und in Uhingen-Baiereck (Kreis Göppingen) sowie Fichtenholz mit drei Metern Länge in Ebersbach.