Kreis Esslingen Wellnessbäder zum Abtauchen und Abschalten

Von Kathrin Waldow 

Im Kreis Esslingen sprudeln gleich mehrere Thermalquellen, eine davon mitten in der Stadt unter dem Merkel’schen Bad. Hier gibt es eine Übersicht über die Thermal- und Wellnessbäder in der Region.

Esslingen - Zufällig wurde 2005 mitten in Esslingen eine Mineralwasserquelle entdeckt – praktisch, dass oberhalb der Ader bereits das Merkel’sche Bad stand. Das hatte 1907 der Esslinger Fabrikant Oskar Merkel den Bürgern gestiftet. Und die lassen Sie sich seit mehr als zehn Jahren auch im 34 Grad Celsius warmen Mineral-Thermalwasser aus der 165 Meter tiefen Quelle treiben. Die besondere Architektur des Jugendstilbades trägt womöglich zusätzlich zum mineralischen Wasser zum Wohlbefinden bei. Die besondere Optik bescherte dem Bade- und Wellnesstempel mitten in der Stadt immerhin eine Auszeichnung: Das Wellness-Portal Spaness listet das Merkel’sche Bad unter die zehn schönsten Bäder Deutschlands. „Das macht uns als Betreiber natürlich stolz“, sagt der Leiter des Bäderbetriebs der Stadtwerke Esslingen, Michael Werner. Bis zu 150 000 Besucher zählt das hübsche Bad bereits jährlich – zu einem Ansturm hat die Auszeichnung des Portals bislang jedoch nicht geführt.

Am 9. September startet das Bad wieder in die aktuelle Saison.

Geplant ist, des Merkel’sche Bad zu renovieren. Hier existiert eine Vorplanung, das Sport- und das Lehrschwimmbecken, die Badewassertechnik und die Elektrotechnik zu sanieren. Zusätzliche Kosten entstehen durch einen Aufzug, der einen barrierefreien Zugang ermöglicht. Esslingen rechnet mit rund 9,28 Millionen Euro für die Renovierungsarbeiten. Wann sie beginnen, ist noch nicht bekannt.

In Beuren sprudeln zwei Quellen

Im Kreis Esslingen gibt es jedoch auch noch ein zweites Mekka für Liebhaber des Thermalwassers. In die Panoramatherme nach Beuren pilgern laut offiziellen Angaben jährlich rund 600 000 Besucher. Hier versorgen seit bereits 40 Jahren zwei Quellen sieben Becken mit Thermalwasser.

„Die Friedrichsquelle liegt in etwa 381 Metern Tiefe, die Wilhelmsquelle in 755 Metern, von dort wird das Wasser jeweils hochgepumpt, aufbereitet und in die Becken transportiert“, so die Leiterin Karin Kaplan. „Je nach Tiefe und Ort ist die Zusammensetzung von Thermalwasser unterschiedlich. Das Beurener Thermalwasser ist etwa sehr reich an Eisen, Natrium und Magnesium“, sagt Kaplan. Sie wie auch Werner aus Esslingen schwärmen für die entspannende und gesundheitsfördernde Wirkung des Wassers.

Und auch in Beuren lockt neben Saunen, Dampfbädern, Grotten, Wellnessanwendungen und Massagedüsen ein optisches Highlight: Das Bad liegt direkt unterhalb der Burgruine Hohenneuffen am Fuße der Schwäbischen Alb. Bei einer Ruhepause auf der Terrasse kann man den Ausblick über Beuren, die Streuobstwiesen und zur Burg hinauf genießen.

Wellness in Wernau und Filderstadt

Wem es allein um die Entspannung, weniger um das Thermalwasser geht, der ist auch im Wellnesstempel Quadrium in Wernau gut aufgehoben. Hier locken Saunen, Dampfbäder, ein Tauchbecken und Erlebnsiduschen. Extra buchen kann man etwa ein orientalisches Hamam. Auch im Sport- und Spaßbad Fildorado in Filderstadt ist entspanntes Abtauchen möglich. In drei Dampfbädern und acht Saunen kommen Freunde des geregelten Schwitzens auf ihre Kosten. Hier setzen die Betreiber auch auf akustische Reize in Form von Klangschalen oder einer japanischen Gong-Zeremonie, für die extra Portion Entspannung.

Eine Übersicht über die Thermal- und Wellnessbäder in der Region gibt es in unserer Bilderstrecke.

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