Bei einem aus dem Tiroler Plansee geborgenen Toten handelt es sich mit hocher Wahrscheinlichkeit um einen Taucher aus dem Landkreis Esslingen. Foto: dpa (Symbolbild)

Ein 47-jähriger Taucher aus dem Kreis Esslingen ist am Freitag im Plansee ums Leben gekommen. Seine Leiche wurde am Samstag von Rettungstauchern aus einer Wassertiefe von 41 Metern geborgen worden. Der Mann war alleine auf Tauchgang gegangen.

Kreis Esslingen/Tirol - Rettungstaucher haben am Samstag einen seit Freitag vermissten Wassersportler tot aus den Tiefen des Plansees in Tirol (Österreich) geborgen. Laut einer Mitteilung der Polizei in Innsbruck handelt es sich „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ um einen 47-Jährigen Taucher aus dem Landkreis Esslingen. Der Mann sei am Freitag beobachtet worden, wie er alleine auf einen Tauchgang in den See bei Reutte in der Nähe der bayerischen Grenze gegangen sei.

Die Rettungskräfte wurden wenig später durch Passanten alarmiert, die Hilferufe gehört und beobachtet hatten, wie ein Mensch unterging. Der See wurde daraufhin von Rettungstauchern und mit einem Sonargerät bis Mitternacht abgesucht. Doch die Suche blieb zunächst erfolglos. Am Samstag entdeckten Wasserretter schließlich die Leiche des Mannes in einer Tiefe von 41 Metern. „Das ist eigentlich unüblich, dass man alleine taucht“, sagte ein Wasserretter, der an dem Einsatz beteiligt war. Aus Sicherheitsgründen gehe man zumindest mit einem Partner auf Tauchgang. Der Verunglückte sei allerdings sehr gut ausgerüstet gewesen.

Im August 2003 war ein 49-jähriger Taucher aus Reichenbach (Kreis Esslingen) – ebenfalls im Plansee – tödlich verunglückt. Wie damals berichtet, war er mit Kameraden zu einem Tauchgang gestartet und plötzlich in 30 Metern Wassertiefe in Schwierigkeiten geraten. Seine Begleiter konnten ihm nicht mehr helfen. Der Mann ertrank und wurde aus einer Wassertiefe von 38 Metern tot geborgen. Als Ursache gab die Polizei einen Defekt am Atemgerät des Mannes an, der laut der Polizei wie seine Begleiter ein erfahrener Taucher gewesen sei .

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