Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Esslingen ist gestiegen. Das meldet die Agentur für Arbeit. Foto: dpa

Nicht nur die Jahreszeit ist für den Anstieg der Arbeitslosenquote von 3,3 Prozent im August 2018 auf aktuell 3,4 Prozent verantwortlich. Der Auftragsrückgang im Maschinenbau macht sich bemerkbar.

Esslingen - Die Jahreszeit, aber auch die schwächelnde Konjunktur in den Landkreisen Esslingen und Göppingen macht Thekla Schlör, die Leiterin der für diesen Bereich zuständige Arbeitsagentur, für einen Anstieg der Arbeitslosenquote verantwortlich. Einer Mitteilung der Agentur zufolge waren im vergangenen Monat im Kreis Esslingen 10 460 „zivile Erwerbspersonen“ ohne Arbeit. Das sind 716 mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote ist damit im Vergleich zum August 2018 um 0,1 auf jetzt 3.4 Prozent gestiegen.

Nach wie vor ist die Arbeitslosigkeit im Agenturbereich Leinfelden-Echterdingen am geringsten. Mit 2,7 Prozent herrscht hier nahezu Vollbeschäftigung. Es folgt die Geschäftsstelle in Nürtingen mit 3,3 Prozent vor Kirchheim (3,6 Prozent) und Esslingen (3,7 Prozent).

Auftragsrückgang im Maschinenbau

„Der Auftragsrückgang im Maschinenbau und strukturelle Veränderungen in der Automobilbranche führen dazu, dass Unternehmen Stellenausschreibungen stornieren und Mitarbeiter mit befristeten Verträgen oder aus Zeitarbeit keine Vertragsverlängerungen erhalten“, erklärt die Arbeitsagenturchefin den Anstieg der Arbeitslosigkeit, der sich auch in der Entwicklung in Baden-Württemberg widerspiegelt. Während die Kernbranche schwächelt, gibt es in der Dienstleistungsbranche, im Handwerk, im Handel und in den sozialen Berufen weiterhin einen großen Personalbedarf. „Hier sind und bleiben gute Mitarbeiter Mangelware“, sagt Thekla Schlör.

Diese Einschätzung lässt sich auch auf den Ausbildungsstellenmarkt übertragen. Seit Beginn des Berufsberatungsjahres wurden der Agentur 5975 Ausbildungsstellen gemeldet. Das sind 2,5 Prozent mehr als im Vorjahres. Die Bewerberzahlen sind dagegen im Vergleichszeitraum um 3,8 Prozent zurückgegangen. „Noch sind Ausbildungsplätze frei und Kurzentschlossene können auch einige Wochen nach dem klassischen Ausbildungsbeginn mit der Ausbildung starten“, sagt die Arbeitsagenturchefin unter Hinweis auf das in dieser Woche beginnende neue Ausbildungsjahr.

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