Die Bergwacht rät in Corona-Zeiten von Klettertouren ab. Foto: dpa-tmn/Fredrik von Erichsen

Der Landkreis sperrt an Ostern drei weitere Burgen am Albtrauf. Unterdessen warnt die Bergwacht vor Klettertouren und Wanderungen im schwierigem Gebiet.

Esslingen/Lenningen - Der Landkreis Esslingen hat mit Blick auf das zu erwartende Besucheraufkommen über die Osterfeiertage den Zugang zu den Burgen am Albtrauf weiter eingeschränkt. Nachdem die Tore zu den beiden Besuchermagneten Teck und Hohenneuffen schon seit längerem geschlossen wurden, gilt das Verbot nun auch für die Sulzburg in Unterlenningen, den gegenüber liegenden Rauber und für den Reußenstein bei Neidlingen.

Parallel dazu ruft die DRK Bergwacht Baden-Württemberg eindringlich dazu auf, auf Bergtouren, Wanderungen in den Mittelgebirgen und Kletterausflüge auf Felsen zu verzichten. Gegen Spaziergänge sei nichts einzuwenden, aber „gehen Sie nirgends hin, wo eine Verletzung oder ein medizinischer Notfall einen schwierigen Abtransport erforderlich macht“, sagt Raimund Wimmer, der Pressesprecher der Bergwacht. Sei eine Rettung in schwierigem Gelände ohnehin schon risikobehaftet, so sei der Aufwand nun wegen der notwendigen Infektionsschutz-Ausrüstung erheblich größer. Zudem bestehe die Gefahr, dass ein einziger Covid-19-Infizierter ganze Rettungsteams in die Quarantäne zwingen könnte.

Angaben des Esslinger Landratsamts zufolge werden die Kontaktbeschränkungen im Landkreis weitgehend eingehalten. Bis Gründonnerstag haben die Aufsichtsbehörden rund 100 Bußgeldverfahren wegen des Verstoßes gegen die Auflagen eingeleitet. So sind laut den Worten des Landrats Heinz Eininger 85 Treffen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aufgelöst worden. Die Bandbreite des verhängten Bußgeldes reiche von 100 Euro für kleinere Verstöße bis zu jeweils 2500 Euro gegen die Betreiber zweier trotz des Verbots geöffneter Shisha-Bars.

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