Sechs Ausflugstipps im Kreis Esslingen, bei denen auch Kinder sehr viel Spaß haben können.
Rätsel lösen in Plochingen, Vögel beobachten in Wernau, Waldgeistern begegnen in Aichtal: Im Landkreis Esslingen gibt es für Familien mehr zu entdecken, als manchem bewusst ist. Sechs Ausflugstipps, bei denen kleine Entdecker die Hauptrolle spielen und die unvermeidliche Frage „Sind wir bald da?“ einfach vergessen wird.
Auf Entdeckertour in Plochingen
Eine Stadtrallye für kleine Spürnasen, die suchen, zählen und rechnen dürfen. Am Ende winkt vielleicht sogar eine kleine Überraschung. Der knapp sechs Kilometer lange Rundweg startet am Bahnhof Plochingen, führt durch Streuobstwiesen und am farbenprächtigen Hundertwasserhaus vorbei. Zehn Fragen gilt es unterwegs zu beantworten, gleich zu Beginn dürfen die Nachwuchsdetektive die Bahnsteige zählen. Wer am Ende die richtige Lösungszahl einreicht, nimmt an einer Verlosung teil. Gut zu wissen: Der Weg ist nicht kinderwagentauglich. Eine Broschüre dazu ist bei der Plochingen Info, Marktstraße 36, erhältlich.
Wald mit allen Sinnen: Naturerlebnispfad Kirchheim
Im Talwald bei den Kirchheimer Bürgerseen wartet das nächste Abenteuer. Spiel, Naturerfahrung und jede Menge Spaß sollen auch die größten Wandermuffel in den Wald locken. Beim Tierweitsprung messen sich Kinder mit Reh und Eichhörnchen, ein überdimensionierter Ameisenhügel lässt nicht nur die Jüngsten staunen. Auf dem rund zwei Kilometer langen Rundweg erschließen sich Familien an zehn Stationen spielerisch und mit allen Sinnen den Lebensraum Wald. Wie fühlt sich Rinde an, wie riecht Erde? Erklärtafeln ergänzen das Erlebnis auf Waldwegen und Wildpfaden. Wer danach noch nicht genug hat, dreht einfach eine Runde um die Bürgerseen.
Alle Vögel sind schon da: Wernauer Baggerseen und Hüttensee
Wer Stille und Weite sucht, ist an den Baggerseen richtig. Das Naturschutzgebiet im Neckartal zwischen Wendlingen, Köngen und Wernau mit dem angrenzenden Hüttensee ist Heimat von über 200 Vogelarten. Flache Wege führen um die Seen, an denen Gänse, Reiher, Kormorane und mit Glück sogar Eisvögel zu beobachten sind. Ein Fernglas lohnt sich auf jeden Fall. Wer entdeckt die meisten Vogelarten? Toll für Kinder mit Forschergeist. Am Hüttensee wartet noch ein schöner Spielplatz und eine Einkehrmöglichkeit in der Fischerhütte.
Flauschige Begegnung: Alpakawanderung Neckarhausen
Die 8-jährige Leni Weber hat sich für ihren Geburtstag etwas Besonderes gewünscht: eine Alpakawanderung mit Freunden auf der Alpakafarm Schaber in Nürtingen. Gemütlich geht es über Wiesen, während die Alpakas Neptun, Ghanni und Co. an der Seite ihrer jungen Begleiter trotten. Alpakazüchter Paul Carib führt die Kinder vorab ein: „Immer auf der linken Seite des Alpakas gehen und nicht fressen lassen!“ Als Herdentiere reagierten sie empfindlich, jede Aktion könne einen Dominoeffekt auslösen. Auch wenn es reizt, gilt: Kopf und Schwanz wollen die Tiere nicht berührt haben, der Rücken hingegen ist erlaubt. Empfohlen ist die dreieinhalb Kilometer lange Tour für Kinder ab sechs Jahren.
Landwirtschaft verstehen: Lehrpfad Neckarhausen
Direkt anschließend lässt sich der rund anderthalb Kilometer lange Landwirtschaftspfad rund um die Alpakafarm Schaber erkunden. An 24 Stationen erfahren Groß und Klein Wissenswertes über Landwirtschaft, Ernährung, Natur und Wald. Stählerne Kunstwerke von Gabriel Takacs schmücken die Stationen, an denen auch Quizfragen warten, so Ulrich Schaber, Initiator des Weges und Besitzer der Alpakafarm. Aktive Familien können die kleine Runde mit dem Qualitätswanderweg „hochgehblickt“ verbinden. Die neun Kilometer lange Tour führt an der Farm vorbei und bietet herrliche Ausblicke auf den Albtrauf.
Waldgeister suchen auf dem Fratzenweg in Aichtal
Den krönenden Abschluss macht ein Weg, der etwas unheimlich ist und gerade deshalb bei Kindern besonders gut ankommt: der Fratzenweg in Aichtal-Neuenhaus. Etwa 30 der ursprünglich 36 in Baumstämme geschnitzten Waldgeister sind noch zu sehen. Sie säumen den zweieinhalb Kilometer langen Anstieg vom Bonländer Weg hinauf zum Uhlbergturm auf 469 Metern Höhe. Holzschnitzer Adelbert Bachofer hat die Gesichter mit Kettensäge und Stecheisen erschaffen. Manche sind gut versteckt, manche schon vom Wald zurückerobert. Vom Aussichtsturm reicht der Blick bis zur Schwäbischen Alb, am Kiosk gibt es Wurst vom Grill und Getränke.