Kreis Böblingen Chef raubt seinen Angestellten aus

Von rmu 

Der 41-Jährige steht im Verdacht, seinen Angestellten ausgeraubt zu haben. Foto: dpa
Der 41-Jährige steht im Verdacht, seinen Angestellten ausgeraubt zu haben. Foto: dpa

Ein 41-Jähriger aus Herrenberg soll seinen Angestellten in dessen Wohnung geschlagen und ihm eine Schreckschusswaffe an den Kopf gehalten haben.

Böblingen - Zwei Männer aus dem Kreis Böblingen stehen im Verdacht, einen 34-Jährigen in Starzach (Kreis Tübingen) in dessen Wohnung überfallen, mit einer Schreckschusswaffe bedroht und schließlich ausgeraubt zu haben. Deshalb wurden der 41-Jährige aus Herrenberg und sein 22-jähriger Bruder aus Weil der Stadt am vergangenen Freitag festgenommen.

Wie die Polizei erst jetzt berichtet, arbeitete der Ältere als Geschäftsführer eines Transportunternehmens im Kreis Böblingen. Am vergangenen Freitag soll er mit seinem Bruder das 34-jährige Opfer am Nachmittag in dessen Wohnung aufgesucht haben. Der Angestellte des Unternehmens war zu dieser Zeit aber krankgeschrieben. Der Chef forderte, dass der 34-Jährige unverzüglich mitkommen müsse, um zu arbeiten. Dabei soll er ihn mehrfach mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen und gedroht haben, ihn zu erschießen, sollte er sich weigern. Er soll ihm laut der Polizei auch eine Schreckschusspistole an den Kopf gehalten und ihn mit deren Griff ins Gesicht geschlagen haben. Das Opfer ließ sich davon aber nicht beeindrucken. Daraufhin soll der 41-Jährige 260 Euro, Ausweispapiere, die Bankkarte, das Handy und den Schlüsselbund des Opfers an sich genommen und das Weite gesucht haben.

Diebesgut in Wohnung entdeckt

Der 34-Jährige erstattete Anzeige bei der Polizei, die Staatsanwaltschaft Tübingen erwirkte Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohn- und Geschäftsräume sowie einen Haftbefehl für den 41-Jährigen. Am Freitag wurden der Mann sowie sein jüngerer Bruder von Spezialeinsatzkräften in ihrem Betrieb festgenommen.

Im Keller der Böblinger Wohnung einer Freundin des 41-Jährigen wurde das Raubgut entdeckt, nur das Bargeld fehlte. Außerdem stießen die Beamten auf die Schreckschusspistole, die bei dem Raub verwendet wurde, sowie auf eine scharfe Waffe. Während der 41-Jährige in Untersuchungshaft sitzt, kam der 22-jährige Bruder wieder auf freien Fuß.

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