Der Halbstundentakt der Schönbuchbahn läuft bisher stabil. Bis die Züge den Viertelstundentakt aufnehmen können, dauert es laut dem Landratsamt aber noch.
Als „im Großen und Ganzen zufriedenstellend“ wertet der Landkreis Böblingen die Erfahrungen mit der Schönbuchbahn, seit die Züge am 23. Februar nach Wochen des Stillstands im Halbstundentakt wieder verkehren. Der Viertelstundentakt zwischen Böblingen und Holzgerlingen wird weiterhin durch Busse bedient.
Wie angekündigt, soll laut einer Mitteilung des Böblinger Landratsamts bis Mitte des Jahres auch der 15-Minuten-Takt durch Züge erfolgen. Dazu müssten alle zwölf Fahrzeuge betriebsbereit sein. Noch sei dies aufgrund einer Auflage nicht möglich, die das Eisenbahnbundesamts mit der Zulassung verknüpft hatte. Diese Einschränkung erlaubt den Betrieb eines Fahrzeuges vorerst nur, wenn der Raddurchmesser mindestens 633 Millimeter beträgt.
Schönbuchbahn: Hersteller CAF will Aufhebung der Nebenbestimmung
Die Nebenbestimmung sei laut der Behörde notwendig, da die Auslegung des Fahrzeuges in seltenem Fall zu erhöhten Bremskräften an zu kleinen Rädern führen könnte. Die Nebenbestimmung habe keine Auswirkungen auf die Sicherheit im Betrieb und die Fahrqualität.
Der Zughersteller CAF arbeitet derzeit gemeinsam mit der Behörde und unabhängigen Gutachtern an der Anpassung der formalen Auslegung. CAF gehe auf Basis des aktuellen Projektstands davon aus, dass die Nebenbestimmung bis Mitte 2026 aufgehoben werden kann.
Hoher Instandhaltungsaufwand für die Schönbuchbahn
Die Auflage führt derzeit laut dem Landratsamt zu einem deutlich erhöhten Instandhaltungsaufwand und habe daher Auswirkungen auf die Verfügbarkeit der Fahrzeuge. Durch die eingeschränkte nutzbare Radverschleißreserve stünden zeitweise weniger Fahrzeuge gleichzeitig zur Verfügung, was den 15-Minuten-Takt vorübergehend verhindere.
Auf der Internetseite des Zweckverbands Schönbuchbahn ist ein Fragen-Antworten-Katalog hinterlegt zu diesem Thema: www.schoenbuchbahn.de/faq