Der Kreativmarkt im Wizemann in Stuttgart lockte am Wochenende über 1000 Besucher an. Foto: Max Kovalenko

Der Kreativmarkt „Deine Eigenart“ hat im Wizemann am Pragsattel Halt gemacht. Die Veranstaltung, die durch ganz Deutschland tourt, fand zum zweiten Mal in Stuttgart statt und bietet Selbstgemachtes.

Bad Cannstatt - Der Kreativmarkt „Deine Eigenart“ hat am Samstag im Wizemann am Pragsattel Halt gemacht. Die Veranstaltung, die durch ganz Deutschland tourt, fand zum zweiten Mal in Stuttgart statt und bietet fast ausschließlich handgearbeitete Waren feil. Die Veranstalter schätzen, dass etwas über 1000 Besucher gekommen sind – etwas weniger als zuletzt im April. Dennoch zeigen sie sich mit dem Ergebnis zufrieden. „In Stuttgart sind die Gäste besonders kaufkräftig“, sagt Ingo Müller-Dormann vom Veranstaltungsteam.

Und auch wenn immer mehr Kreativmärkte aus dem Boden sprießen, ist er sich sicher, das noch Luft nach oben und der Bedarf nach Unikaten wie Schmuck, Fotokunst, Illustrationen Upcycling-Produkten oder sogar Kinderspielzeug noch lange nicht gedeckt ist. „Individualität auszudrücken ist den Menschen sehr wichtig“, sagt Müller-Dormann.

Regionale Bezüge trotz Wanderausstellung

Ganz darauf verlassen, dass allein das Prädikat „Kreativ“ funktioniert, wollte man sich dann aber doch nicht. Darum haben die Veranstalter einen sogenannten Pop-Up-Fashion-Store in den Markt integriert – wo Kleidung von Jungdesignern aus dem ganzen Bundesgebiet verkauft wird, denen es nicht möglich war selbst zu kommen. „Wir verstehen uns auch als Unterstützer von aufstrebenden Kreativen“, so Müller-Dormann weiter.

Der Pop-Up-Store machte diese Woche zuvor auch im Einkaufszentrum Gerber Halt, in der oberen, urbanen „Upstairs“-Etage.

Obwohl der Markt eine Wanderveranstaltung ist, geben sich die Veranstalter Mühe, regionale Bezüge herzustellen. „Die meisten unserer Aussteller sind hier aus der Gegend“ sagt Müller-Dormann.

Einer von ihnen ist Mehmet Can. Der 47-Jährige Gablenberg betreibt sonst einen Online-Shop, in denen er handgenähte Schuhe verkauft, die er aus Istanbul importiert. Heute stehen seine Schuhe auf dem Verkaufstisch. „Die teuersten habe ich aber nicht dabei. Die sind dann alle rahmengenäht – die hochwertigste Verarbeitungstechnik“, sagt er. Ein solches Paar Schuhe würde mehrere hundert Euro Kosten. Offenbar sind auch der Stuttgarter Kaufkraft irgendwo Grenzen gesetzt.

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