Das Sinfonieorchester unter Leitung von Jael Götz Foto: Städtische Orchester Kornwestheim e.V.

Das Sinfonieorchester der Städtischen Orchester Kornwestheim und das Jugendstreichorchester der Städtischen Musikschule Kornwestheim stimmten besinnlich in die Adventszeit ein.

Pfarrerin Stefanie Henger begrüßte am ersten Adventssonntag die Zuhörer in der voll besetzten Heilig-Geist-Kirche in Pattonville. Bereits zum 21. Mal lud das Sinfonieorchester hierbei zur Adventsmusik ein.

 

Den Konzertabend eröffnete das Jugendstreichorchester der Städtischen Musikschule Kornwestheim. Die jungen Instrumentalisten zeigten sich konzentriert und voller Spielfreude. Sie meisterten ihren Auftritt mit Bravour. Unter der Leitung von Andreas Kreisel spielten die jungen Musikerinnen und Musiker Marc-Antoine Charpentiers „Suite for Strings“ mit den Teilen Preludio, Sarabande und Gigue Francoise und das „Konzert G-Dur für 2 Flöten und Orchester“ von Domenico Cimarosa. In Cimarosas Werk brillierten die beiden jungen Solistinnen Ornella Funke und Emilia Mija an der Querflöte. Das Engagement und musikalisches Können aller Instrumentalisten wurden mit einem langen Applaus belohnt.

Nach kurzem Umbau übernahm das Sinfonieorchester mit seiner Dirigentin Jael Götz.

In Michael Hadyns „Romanze“ für Horn und Streichorchester zeigte Solistin Katja Haller Ihr unfassbares Können am Horn. Sie agierte dabei perfekt abgestimmt mit den Streichern. Georg Friedrich Händels „Wassermusik“ besteht aus 3 Suiten. Das Sinfonieorchester gab aus der 2. Suite die mächtigen Sätze 11, 12, 14 und 15 zum Besten und riss das Publikum zu Zwischenapplaus hin. Nach dem sehr stimmungsvollen „Abendsegen“ aus der Oper Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck wurde Pattonville in eine Märchenwelt entführt. Es erklang eine Melodie, die unverkennbar in die Weihnachtszeit gehört: „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ von Karel Svoboda. Mit diesem Stück zeigte sich das Sinfonieorchester von einer ganz anderen Seite und verzauberte gleichsam Jung und Alt.

Lautstark sang das Publikum bei den Gemeindeliedern „Macht hoch die Tür“ und „O Heiland, reiß die Himmel auf“ mit.

Pfarrerin Stefanie Henger stimmte in ihrer Lesung auf das genießerische und das ungeduldige „O“ ein. Nach dem dunklen November nimmt ab dem 1. Advent das Licht wieder zu. Die Adventszeit ist eine sehnsüchtige Zeit, in der man sein Herz öffnen soll. Wir nähern uns dem genießerischen, dem freudigen „O“ und lassen das sehnsüchtige, ungeduldige „O“ hinter uns. Möge die Welt gerechter werden und sich ändern. Möge Licht in die Dunkelheit treten und hoffnungsvoll den Blick aufs Leben umgestalten.

Es war ein sehr kurzweiliges Adventskonzert, an dessen Ende sich die Zuhörer nochmal Händels „Bourrée“ aus der Wassermusik als Zugabe erklatschten. Der schwungvolle Abschluss eines besinnlichen Abends.

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