Dieser Wahlkampf war für Silke Gericke zu Beginn ein Ab und Auf. Foto: z

Plakate der Landtagskandidatin begrüßten die Wähler einige Tage zu früh.

Kornwestheim - Ein wenig Häme mussten die Grünen in den sozialen Netzwerken in Kornwestheimer Kreisen durchaus über sich ergehen lassen. „Wir wurden von politischen Mitbewerbern auf den Fehler aufmerksam gemacht“, umschreibt der Fraktions- und Ortsverbandsvorsitzende Thomas Ulmer die Witze, der Kalender der Grünen gehe mal wieder nicht ganz richtig. Was da passiert war?

 

Ganz einfach: Die Plakate der grünen Landtagskandidatin Silke Gericke, für die der Ortsverband verantwortlich zeichnet, hingen etwa fünf Tage zu früh an Masten und Laternen. In Kornwestheim dürfen die Wahlplakate erst von Freitag, 5. Februar, an angebracht werden, berichtet die Pressesprecherin Marion Blum. Frau Gericke lächelte den Menschen indes schon Ende Januar auf rund 60 Plakaten entgegen. Nun kann man sagen, was man will, aber: Die Grünen nehmen die Kritik sportlich und räumen ihren Fehler ein. „Ja das stimmt, das war unsere Schuld“, gibt Ulmer unumwunden zu. Am Ende lag der Angelegenheit ein Kommunikationsfehler zugrunde: In anderen Städten und Gemeinden dürfen Wahlplakate schon früher hängen, Kornwestheims Satzung ist da quasi „spät dran“.

Die Firma, die die Grünen mit der Plakatierung beauftragt hatten, war in anderen Kommunen unterwegs und machte Kornwestheim eben – rubbeldiekatz – gleich mit. „Wir haben ihnen nicht gesagt, dass das hier erst ab dem 5. Februar erlaubt ist“, erläutert Ulmer. Die Plakate wurden sodann nach Rücksprache mit der Stadt und dem Regierungspräsidium wieder abgehängt. Allerdings nur für ein paar Tage: Am Freitag rückt die Firma dann erneut an. Dann darf Silke Gericke die Kornwestheimer Autofahrer wieder anlächeln – und zwar satzungsgemäß.