Rathausturm, Lurchi, Stadtgarten und schwäbische Brezel als Identifikationspunkte Vortrag von Dr. Ruth Kappel „So schön ist Kornwestheim! Typische Ortsansichten zwischen Kitsch und Kunst. Heimat und Identität finden in einer sich verändernden Welt. Demokratie geht uns alle an!“ mit großer Publikumsresonanz.
Der Galeriesaal im Kleihues-Bau war am 17. Mai 2026 zum Vortrag der Historikerin und Vorsitzenden des Vereins für Geschichte und Heimatpflege voll besetzt. „Unser Verein trägt den Begriff der „Heimat“ nicht ohne Grund im Namen, denn die Geschichte seines Lebensortes zu kennen, sich damit zu identifizieren und Heimat zu pflegen, bzw. Heimat zu finden, um sich mit seinem Lebensort zu identifizieren, ist ein wesentliches Anliegen unseres Vereins“, so Kappel. Heimat bezeichnet den Ort oder die Region, in der ein Mensch geboren und aufgewachsen ist, oder sich durch ständigen Aufenthalt zu Hause fühlt. Es ist eine emotionale Verbindung, die Geborgenheit, Vertrautheit und Identität stiftet. Kappel entführte die Besucher in die schöne Welt der Kornwestheimer Ansichten, die Ausdruck sind von Identifikation mit Kornwestheim als attraktivem Lebensort. Das Spektrum der gezeigten Bilder reichte von den ersten Kornwestheimer Ansichtskarten, über Arbeiten von Künstlern, die die beliebtesten Kornwestheimer Motive im Bild festgehalten haben, bis hin zu Dekorations- und Gebrauchsgegenständen, die typische Kornwestheimer Ansichten zeigen. Spannend war, welche Postkartenbildmotive von Kornwestheim aus zu unterschiedlichen Zeiten in die Welt geschickt wurden und was aus Sicht der Künstler den Stellenwert erhielt im Kunstwerk festgehalten zu werden. Den Kornwestheimern war seit 1900 wichtig den Ort als gastfreundlich, fortschrittlich, mit moderner Straßen- und Zuganbindung, bester Wasserversorgung, guter städtischer Verwaltung, einer Vielzahl von modernen Unternehmen mit guter Nahversorgung, mit Schulen am Ort und Grünanlagen mit hoher Freizeit- und Naherholungsqualität, als lebenswerten Ort zu zeigen.
Bei der abschließenden Fragestellung, was die Anwesenden heute als ihre besonderen Identifikationspunkte mit Kornwestheim ansehen wurde der Rathausturm, Lurchi, der Stadtgarten und die echte schwäbische Brezel genannt.
„Der Vortrag ist der Beginn einer Serie von Veranstaltungen, die die Themen aufgreifen: Heimat haben, Heimat entdecken, Heimat finden; erste demokratische Wahlen in Kornwestheim nach dem Zweiten Weltkrieg sowie Demokratie geht uns alle an.“, so Kappel.
Einladung des Geschichtsvereins zu den Veranstaltungen zum Thema Heimat pflegen, Heimat entdecken, Heimat finden, Demokratie geht uns alle an:
7. Juni 2026
„Sonntagsspaziergang zum Weidenbaum, auf den Spuren des Malers Lothar Hörer“ mit Martina Gröger, Treffpunkt: Marktplatz, 14.00 Uhr, ohne Anmeldung, kostenfrei, gutes Schuhwerk erforderlich. 27.September 2026
Vortrag von Michael Gritz „Erste demokratische Wahlen in Kornwestheim nach dem Zweiten Weltkrieg“ Treffpunkt: „Café M“, Martinus Haus, Johannesstraße 27, 15.00 – 16.30 Uhr, ohne Anmeldung, Eintritt frei.
2. Oktober 2026,
Lange Nacht der Demokratie. Abendveranstaltung„GGG – GrundGesetzGehört. Demokratie geht uns alle an!“ Kooperation zwischen der Stadt Kornwestheim, dem Verein für Geschichte und Heimatpflege und maßgeblich der katholischen Kirchengemeinde. Gesamtkoordination: Pfarrer Matthias Hambücher. Treffpunkt: St. Martinus, Johannesstr. 21, 20.30 – 24.00 Uhr. Ohne Anmeldung. Eintritt frei
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