Die neue Judeko. Foto: Werner Waldner

Die Jugendlichen starten mit einem großen Fest.

Treffpunkt ist der Festplatz am Eichenweg. Im Hintergrund lärmt der Bagger. Für die Jugendlichen ist’s wie Zukunftsmusik, denn die beiden Arbeiter bauen am neuen Skaterpark. Und der ist das Vorzeigeprojekt der ersten Judeko, die nicht nur viel Engagement hineingesteckt, sondern auch den Gemeinderat davon überzeugt hat, dafür 250 000 Euro locker zu machen. „Dass uns so viel Vertrauen entgegengebracht worden ist, das hat mich überrascht, aber auch stolz gemacht“, sagt Julian Kämmle, der der ersten Judeko schon angehört hat und auch künftig in dem Gremium mitmachen wird, das die Interessen der jungen Generation in der Stadt vertritt.

 

An diesem Dienstag geht’s ins Rathaus

Vor wenigen Tagen hat die zweite Judeko ihre Arbeit aufgenommen, heute kommt sie im Rathaus zusammen, um sich den Vertretern der Stadtverwaltung vorzustellen. Zu den Neuen gehört unter anderem Erdem Bulmus, 15-jähriger Schüler des Ernst-Sigle-Gymnasiums. Über Freunde ist er auf die Judeko aufmerksam geworden. Dort etwas für die Jugendlichen tun zu können, das begeistert ihn. Er will sich mit Ideen in die Weiterentwicklung des Freizeitparks und der Fläche unter der Gumpenbachbrücke einbringen. Lee-Van Maier ist von Jugendreferentin Uschi Saur angesprochen worden, ob er in der Judeko nicht mitmachen will. Der frühere Schülersprecher der Theodor-Heuss-Realschule will und nimmt sich unter anderem dem Projekt Jugendcafé an. Eliana Iakovidou hat ebenso wie Hanna Mehic über die Schule von der Judeko erfahren und freut sich nun, neue Leute kennenzulernen und etwas für die Jugendlichen in Kornwestheim zu tun. Die erst 13-jährige Vidya Punani, von der Schulsozialarbeiterin auf die Judeko aufmerksam gemacht worden, freut sich darüber, dass den Jugendlichen ein Budget zur Verfügung steht, mit dem sie wirtschaften können.

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Der Beginn der Bauarbeiten für den Skatepark habe dabei geholfen, die Judeko bekannter zu machen, sagt Anna Rosenberger, die auch als Sprecherin der Gruppe fungiert. Das heiße aber nicht, dass man sich auf den Lorbeeren ausruhen wolle. Die nächsten Projekte sind schon in der Pipeline – die Neugestaltung der Fläche unter der Gumpenbachbrücke zum Beispiel oder eine ansprechendere Gestaltung des Freizeitparks. Die Jugendlichen wollen sich auch an Müllsammel- und Umweltaktionen beteiligen und andere fürs Mitmachen gewinnen. 7000 Euro dürfen sie jährlich „verbraten“.

Start war wegen Corona nicht einfach

Nachdem der Start der Judeko vor zwei Jahren wegen der Corona-Pandemie nicht einfach war und Beratungen zumeist nur auf digitalem Wege möglich waren, will man sich nun möglichst oft von Angesicht zu Angesicht treffen. Aber auch digitale Besprechungen sollen weiter genutzt werden, „weil’s schneller geht“, so Anna Rosenberger. Aufgabe der Gruppe wird es übrigens auch sein, die ersten Judeko-Wahlen vorzubereiten, denn nächstes Mal sollen die Mitglieder nicht über Freunde oder die Schulen gefunden, sondern in Wahlen bestimmt werden.