Die Renegades Guggen der Narren-Ober-Liga kurz vor dem großen Umzug Foto: Narren-Ober-Liga Kornwestheim e. V.

Die Renegades Guggen der Narren-Oberliga-Kornwestheim waren zu Gast in Arlon in Belgien. Dort fand der Karneval erst am vergangenen Wochenende seinen närrischen Höhepunkt.

Für die 35 Mitspieler der NOL Renegades Guggen startete vergangenen Samstag in aller Frühe das Abenteuer Belgien. Am Wochenende vom 2. auf den 3. März begann dort nämlich der „Carnaval Arlon“. Nach fast 5 Stunden Fahrt blieb gerade genug Zeit die Gesichter noch ein letztes Mal in dieser Saison mit Airbrush zu verschönern, einen Happen zu essen und dann ging es auch schon los.

 

Die NOL Renegades Guggen waren eine Premiere in Arlon, denn sie waren dort die erste deutsche Guggenmusik überhaupt. In den letzten 30 Jahren wurden ausschließlich Schweizer Guggen eingeladen.

Zunächst startete ein Umzug in der Stadt. Danach folgte die Inthronisation des Prinzen Frederic II. Nach einem weiteren Umzug konnten die Musiker kurz verschnaufen und sich für die letzten Auftritte des Tages stärken. Am Abend nach dem Auftritt im Festzelt versammelten sich die NOL Renegades Guggen und die Schweizer Pit Bull Band aus Courrendin zu einem Monsterkonzert: fast 70 Guggenmusiker spielten gemeinsam „Tornero“ und das Publikum sang begeistert mit. Zum Abschluss zogen die Guggen durch das Stadtzentrum von Arlon, um noch vor verschiedenen Bars zu spielen.

Am Sonntag ging es nach dem Frühstück zum VIP-Empfang mit Prinz Frederic II., dem alten Prinzen Matheus I. und dem Präsidenten des Organisations-Komitees Arlon. Hier wurden die Vereinsorden ausgetauscht und als zusätzliches Gastgeschenk erhielten die Kornwestheimer eine kleine Puppe mit einer traditionellen Tracht aus Arlon. Nach dem Mittagessen ging es zum Aufstellungsort des Umzugs durch Arlon. Beim Aufstellungsort angekommen, als Vorgruppe des Prinzen Frederic II., konnte man den Umzug mit den über 30 prachtvollen Motiv-Wägen bewundern. Es gab ein Wikingerschiff, die Black Pearl (leider ohne Johnny Depp), einen Dschungel oder einen ganzen Western Salon, samt Barkeeper und Pianospieler.

Es wurden ca. 30 000 Zuschauer erwartet, von denen pro Erwachsenen bis zu 7 € Eintritt verlangt wurde. Anders ist es heutzutage nicht mehr möglich, einen solch großen und spektakulären Umzug zu finanzieren. Die Gerüchte um das viele Konfetti wurden tatsächlich wahr. Jeder Guggenmusiker, Umzugs-Teilnehmer oder Besucher wird in den nächsten Wochen sicherlich immer wieder daran erinnert werden. Andere Länder - andere Sitten: in Belgien ist es Brauch, es säckeweise Konfetti regnen zu lassen.

Gegen 18 Uhr hieß es Abschied nehmen von einem schönen Umzug und einer unglaublichen Gastfreundschaft. Über die Unmengen von Konfetti waren die Busfahrer nicht besonders amüsiert, aber sie brachten die Musiker dennoch nach einem anstrengenden, aber auch sehr schönen Wochenende wohlauf nachhause. Die Guggenmusiker machen jetzt erst mal Pause. Wer Interesse daran gefunden hat, bei den NOL Renegades Guggen mitzuspielen, kann sich gerne auf Facebook oder Instagram informieren oder schreibt an Guggenmusik@narren-ober-liga.de

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