Mit Händels „Messias“ hatte sich die Kornwestheimer Kantorei eines der beliebtesten Oratorien aller Zeiten angenommen. Beim Konzert in der Johanneskirche am 2. Advent erklang eine gekürzte Variante mit den Abschnitten zu Jesu Geburt.
Mit sichtlicher und hörbarer Begeisterung interpretierten die Chorsängerinnen und -sänger mitreißend die teils sehr virtuosen Chorpassagen und lauschten dazwischen den ausgezeichneten Solisten. Shunya Goto erweckte die vertonten Bibeltexte mit warmem Timbre einfühlsam zum Leben, konnte sich stimmlich in hoher Lage mühelos mit der Solo-Trompete messen und gab auch tiefen Schlusstönen Kraft und Glanz. Nicolas Calderon Bosom überzeugte in den Tenorarien mit makellos intonierten Koloraturen und interpretierte die vom Komponisten für Sopran vorgesehenen Rezitative mit jugendlicher Energie. Kantor Arnd Pohlmann leitete das kammermusikalisch besetzte Streichorchester gemeinsam mit Konzertmeister Holger Koch souverän und fand zu einer feinen musikalischen und dynamischen Balance mit den 44 Choristen, Solisten, Solo-Trompeten und Pauken. Als bereits nach rund 75 Minuten das weltberühmte Halleluja als feierlicher Schlusspunkt verklang, war mangels Programmheft manch einer im Publikum etwas überrascht, belohnte dann die gelungene Darbietung aber mit lang anhaltendem Applaus.
Arnd Pohlmann
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