Am Samstag, den 25. April 2026, luden die Städtischen Orchester zu ihrem traditionellen Jahreskonzert ein – und boten ihrem Publikum in einem rund zweieinhalbstündigen Programm einen facettenreichen musikalischen Abend mit allen vier Abteilungen.
Den Auftakt des Konzertabends gestaltete das Jugendblasorchester unter der Leitung von Milo Dodd und bewiesen dabei eindrucksvoll sein musikalisches Können sowie seine stilistische Vielseitigkeit. Mit abwechslungsreicher Originalliteratur für sinfonische Blasmusik überzeugten die jungen Musikerinnen und Musiker durch Spielfreude und musikalische Vielfalt. Der schwungvolle „Circus March“ von Andrew Watkin eröffnete das Programm energiegeladen, bevor „Challenger Deep“ von Filippo Leda mit geheimnisvollen Klangfarben musikalisch in die Tiefen des Marianengrabens entführte. Mit dem folkloristisch geprägten „Spoon River“ von Michael Story setzte das Orchester einen ruhigen Kontrast, ehe „Sun Peaks“ von Ralph Ford mit kraftvollen Fanfaren und mitreißenden Rhythmen einen imposanten Abschluss bildete.
Im Anschluss übernahm das Sinfonieorchester unter der Leitung von Jael Götz die Bühne. Mit dem berühmten „Walzer Nr. 2“ von Dmitri Schostakowitsch gelang ein eleganter Einstieg. Der beschwingte Dreivierteltakt und die eingängige Melodie sorgten sofort für Wiedererkennungswert.
Mit „Genesis“ von Rossano Galante folgte eine klanggewaltige, filmmusikalisch geprägte Ouvertüre. Dramatische Rhythmen, ein prägnantes Ostinato und weit gespannte Melodiebögen entfalteten eine eindrucksvolle musikalische Erzählung über Aufbruch und Hoffnung. Den Höhepunkt des ersten Konzertteils bildete ein mitreißendes Medley aus „Fluch der Karibik“, welches das Publikum auf eine abenteuerliche Reise in die Welt der Piraten entführte.
Nach einer etwa 30-minütigen Pause setzte das Akkordeonorchester unter der Leitung von Yuri Fedorov das Programm fort. Die „Tunesischen Impressionen“ von Manfred Probst, führten das Publikum gleich zu Beginn musikalisch durch nordafrikanische Landschaften und Städte. Mit der Ouvertüre „Dschingis Khan“ von Kees Vlak ging es klanggewaltig und mit exotischen Klangfarben weiter. Einen stilistischen Kontrast bot schließlich „Tango pour Claude“ von Richard Galliano – ein ausdrucksstarkes, rhythmisch markantes Werk voller Leidenschaft und Eleganz.
Den krönenden Abschluss des Abends gestaltete das Große Blasorchester unter der Leitung von Gunnar Dieth. Mit „Rise of the Firebird“ gelang ein kraftvoller Auftakt voller Energie und strahlender Fanfarenklänge. Es folgte „Last Call“ von Otto M. Schwarz, ein modernes Werk mit funkigen Rhythmen und eingängiger Melodik, das den einzelnen Registern Raum zur Entfaltung bot.
Zum Finale begeisterte das Orchester mit der „Suite from The Greatest Showman“ in einem Arrangement von Takashi Hoshide. Die abwechslungsreiche Suite verband kraftvolle, treibende Passagen mit gefühlvollen, lyrischen Momenten und riss das Publikum mit.
Der langanhaltende Applaus führte schließlich zu einer geforderten Zugabe, die den gelungenen Konzertabend mit dem Crocodile Rock von Elton John abrundete.
Charmant durch das Programm führte in diesem Jahr nicht der Vorstandsvorsitzende, sondern Musikerinnen und Musiker der jeweiligen Orchester selbst. Mit Witz und Leichtigkeit sorgten sie so für zusätzliche Unterhaltung zwischen den einzelnen Beiträgen.
Am Ende stand ein rundum gelungener Konzertabend, der die große musikalische Bandbreite und das Engagement aller Mitwirkenden eindrucksvoll unter Beweis stellte. Das Publikum dankte es mit begeistertem Applaus und verließ beschwingt den Konzertsaal.
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