Der Hemdglonker Umzug ging durch den Salamander Stadtpark Foto: Fasnet-Zunft Kornwestheim

Für einen zünftigen Fasnetsabschied am Dienstagabend trafen sich bereits zum 45. Mal zahlreiche Hemdglonker zum Abschluss einer kurzen Kampagne.

Vor 45 Jahren wurde der "Hemdglonker" als eine freundliche Narren-Figur aus dem alemannischen Brauchtum ins Leben gerufen. Ganz in weiß gekleidet, traditionell mit Nachthemd und Zipfelmütze ziehen die Hemdglonker immer am Fasnetsdienstag zunächst zu einem lärmenden Umzug los und feiern anschließend einen tosenden Abschluss der Fasnetszeit. Um Mitternacht werden dann die Masken und das Häs abgelegt und symbolisch bis zum neuen Jahr in einer Truhe verwahrt.

 

Auch in diesem Jahr trafen sich jung und alt in klassischen Outfits und modernen Pyjama-Varianten, um bei Lärm und lautem Gesang die Kornwestheimer:innen darauf aufmerksam zu machen, dass man nicht mehr allzu lange Fasnet feiern kann. Der närrisch spaßige Auftritt zeigte Wirkung und machte auch vor nichtsahnenden Joggern im Salamader Stadtpark keinen Halt.

Anschließend feierten rund 300 Personen einen tanzreichen Abschied von Ihrer geliebten Fasnet. Bei toller Stimmung und einem bunten Rahmenprogramm mit Gardetanz und Guggenmusik wurde die Rechberghalle bis 00:00Uhr zum Beben gebracht.

Zuletzt zog dann aber doch noch etwas Kummer ein, denn die Hästräger:innen aller anwesenden Zünfte gaben unter großem Gejammer und nur widerwillig Ihre Masken unter Verschluss in eine Truhe, die erst wieder ab dem Dreikönigstag 2025 geöffnet wird.

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