Die Polizei warnt vor Betrügern, die auch eine Kornwestheimer Seniorin um ihr Erspartes gebracht haben. Foto: dpa/Martin Gerten

Eine Seniorin aus Kornwestheim büßt einen hohen Betrag ein.

Kornwestheim - Mit der bekannten Betrugsmasche „Falscher Polizeibeamter“ sind bislang unbekannte Täter am Dienstag in Kornwestheim an die Ersparnisse einer 80-jährigen Seniorin gelangt.

Die Tat nahm gegen 10 Uhr vormittags ihren Anfang, als die Betrüger bei der Seniorin anriefen, sich als Polizisten ausgaben und ihr eine Straftat vorgaukelten. So hätten angebliche Räuber eine Frau überfallen und in einem Rucksack wäre ein Zettel mit dem Namen der Seniorin aufgefunden worden. Weiter würden die Verbrecher mit der Bank zusammenarbeiten und Falschgeld in Umlauf bringen. Um das zu verhindern, müsse man das Geld auf seine Echtheit überprüfen, sagten die Anrufer der Seniorin.

Gegen Mittag begab sich die 80-Jährige dann zu ihrer Bank und hob mehrere tausend Euro ab. Ein Bankangestellter hatte die Dame noch auf die Betrugsmasche angesprochen, allerdings gab sie vor, das Geld für einen Autokauf zu benötigen. „Man hatte sie ja darauf hingewiesen, dass die Bank mit den Tätern kooperiere“, schreibt die Polizei in ihrer Mitteilung.

Im weiteren Verlauf erschien gegen 16 Uhr ein junger Mann und holte das Geld ab. Danach erfolgte ein Anruf der angeblichen Staatsanwaltschaft. In diesem Telefonat dankten die Betrüger der 80-Jährigen für die Zusammenarbeit und teilten weiter mit, dass die erfundenen Täter gefasst wurden. Eine Rückgabe des Geldes wurde für Mittwochmorgen angekündigt. Dazu kam es aber natürlich nicht.

Der Mann, der das Geld von der Seniorin abholte, wurde wie folgt beschrieben: jung, etwa 1,70 bis 1,75 Meter groß, schlanke Figur, gekleidet in eine rot-karierte Jacke. Auf dem Kopf trug er eine Baseballkappe.

Die Kriminalpolizei des Präsidiums Ludwigsburg hat die Ermittlungen übernommen. Zeugen, die verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, können sich unter der Telefonnummer 08 00 / 1 10 02 25 mit der Kriminalpolizei in Verbindung setzen. Vor dem Hintergrund dieses erneut erfolgreichen Betruges warnt die Polizei eindringlich davor, Fremden am Telefon Persönliches oder gar Bankdaten zu verraten. Echte Polizeibeamte forderten niemals die Herausgabe von Bargeld oder Wertgegenständen.