Schule Ecodem in Meyer Foto: Roland Lorenz

Haiti ist wieder in den Schlagzeilen. Nach der Ermordung des Präsidenten dachten alle, es könnte nicht mehr schlimmer kommen. Aber spätestens seit der Befreiung von 3000 Inhaftierten hat die Gewalt der Gangs eine neue Qualität erreicht. Anneliese Gutmann, unsere Leiterin vor Ort, sagt, daß sie in den über 40 Jahren, die sie auf Haiti ist, noch nie so eine schlimme Zeit erlebt hat.

Daher sind wir froh, daß unsere Schulen weit außerhalb der Hauptstadt Port-au-Prince liegt. Die Gegend kann nach wie vor als sicher bezeichnet werden. Dennoch spüren wir die Veränderungen. Lebensmitteleinkäufe werden schwieriger. Das Angebot geht zurück, die Anlieferung ist nicht ungefährlich. Das resultiert in höheren Preisen. Vor kurzem konnten wir noch einen größeren Einkauf tätigen, so daß die Schulspeisung für einen weiteren Monat gesichert ist.

Auch der Unterricht kann weiter fortgeführt werden, auch wenn nicht alle der Lehrer zur Verfügung stehen. Einige derjenigen, die in der Stadt wohnen, nehmen den gefährlich Weg nicht auf sich. Man weiß nie, wo sich die Gangs befinden und was sie gerade im Schilde führen.

Bei uns daheim

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