Die Jugendbande Mara Salvatrucha ist in El Salvador gegründet worden und hat sich von dort ausgebreitet. Auch in Guatemala ist sie am Werk. (Archivbild) Foto: AP Photo/Rodrigo Abd

Dem Opfer wurden der Kopf abgetrennt und das Herz aus der Brust geschnitten – dann wurde es verscharrt. Der Mord an einem Mann in den USA, der einer Jugendbande zugeschrieben wird, schockiert viele.

Washington - In den USA sorgt ein besonders grausamer Mord, welcher der Jugendbande Mara Salvatrucha zugeschrieben wird, für Aufsehen: Dem Opfer wurden der Kopf abgetrennt und das Herz aus der Brust geschnitten, wie Medien am Mittwoch (Ortszeit) berichteten. Die Leiche weise mehr als hundert Stichwunden auf, teilte die Polizei des Bezirks Montgomery mit. Sie wurde demnach in Wheaton entdeckt, einem Vorort der US-Hauptstadt Washington im Bundesstaat Maryland. Die in einem Park in Wheaton verscharrte Leiche wurde bereits Anfang September gefunden. Der Hinweis kam von einem Informanten.

Bei dem Opfer handelt es sich um einen Mann, der nach Angaben der Behörden noch nicht identifiziert wurde. Bislang wurde ein 19-Jähriger Tatverdächtiger festgenommen. Aus der Anklageschrift gehe hervor, dass bis zu zehn Menschen an dem Mord beteiligt gewesen seien, berichteten der Sender WBALTV11 und Montgomery Community Media unter Berufung auf die Anklageschrift.

Tat war offenbar seit Wochen geplant

Die Tat sei offenbar seit Wochen vorbereitet worden. Das Opfer sei in den Park gelockt worden. Die mutmaßlichen Täter hätten sich mit Funkgeräten untereinander verständigt. Die Grube, in dem der Tote später verscharrt worden sei, sei bereits vorher ausgehoben worden.

Die berüchtigte Bande Mara Salvatrucha, auch bekannt als MS-13, war in den 80er Jahren in Los Angeles von jungen Einwanderern aus dem zentralamerikanischen Land El Salvador gegründet worden. Sie soll in den USA heute etwa 10.000 Mitglieder haben. Zahlreiche Mitglieder der Gang wurden über die Jahre aus den USA abgeschoben, in der Folge breitete sich die Bande auch in Zentralamerika aus. Sie ist unter anderem auf Drogenhandel, Erpressungen und Entführungen spezialisiert.

Mehr als 200 Festnahmen in den letzten Wochen

US-Präsident Donald Trump hat der Bande den Kampf angesagt. Im Juli sagte er in einer Rede, dass seine Regierung dabei sei, die US-Städte mit Razzien von „blutdürstigen kriminellen Gangs“ zu „befreien“. Er fügte hinzu, dies werde nicht auf „die politisch korrekte Art“ getan. Vergangene Woche teilten die Behörden mit, dass sie im Zuge einer einmonatigen landesweiten Kampagne gegen MS-13 insgesamt 214 Bandenmitglieder festgenommen hätten. Gut die Hälfte der Festnahmen gründete sich auf Verstöße gegen Einwanderungsgesetze. Gegen 93 Bandenmitglieder seien jedoch Verfahren wegen Mord, Raub, Drogenhandel und anderer Vergehen eingeleitet worden, hieß es weiter.

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