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Die dänischen Gastgeber beim Klimagipfel haben das Ziel eines umfassenden Klimaabkommens aufgegeben. Auch deutsche Beobachter hielten ein Scheitern in Kopenhagen für immer wahrscheinlicher.

Kopenhagen - Die dänischen Gastgeber beim Klimagipfel haben das Ziel eines umfassenden Klimaabkommens aufgegeben. Das meldeten die Zeitung "Berlingske Tidende" und der TV-Sender DR am Donnerstagmorgen übereinstimmend unter Berufung auf Regierungskreise.

Auch deutsche Beobachter hielten ein Scheitern in Kopenhagen für immer wahrscheinlicher. Voraufgegangen war in der Nacht der ergebnislose Abbruch aller Verhandlungen.

Als wahrscheinlich gilt nun, dass die etwa 120 erwarteten Staats- und Regierungschefs nur noch über eine Schlusserklärung verhandeln. Unter anderem Chinas Delegationschef hatte in der Nacht erklärt, sein Land glaube nicht mehr an ein umfassendes Abkommen in Kopenhagen. Er warnte die dänischen Gastgeber davor, einen Textentwurf ohne echte Verhandlungsfortschritte vorzulegen.

Aus Dänemarks Delegation verlautete gegenüber Kopenhagener Medien, dass alle Anläufe zu Kompromissen und Verhandlungsfortschritten gescheitert seien.

Allerdings berichtete die Nachrichtenagentur Ritzau ebenfalls unter Berufung auf Regierungskreise, dass möglicherweise am Nachmittag doch noch der Entwurf für einen Vertragstext vorgelegt werden könne.

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