Bei Kontra K geht es darum, sich von unten nach oben zu kämpfen und nicht aufzugeben, wenn es mal hart wird im Leben. Mit Pyrotechnik und martialischer Geste feiert er seinen Motivationsrap vor 12000 begeisterten Fans in der ausverkauften Stuttgarter Schleyerhalle.
Regelmäßig sorgt er für ausverkaufte Hallen und aktuell belegt er, mal wieder, mit dem Album „Die Hoffnung klaut mir niemand“ (2023) Platz 2 der deutschen Albumcharts.
Fast ist es selbstverständlich, dass auf den vorderen Plätzen mindestens einmal der Name Kontra K steht. Die Erfolgswelle des Berliner Rappers mit der böse Buben Attitüde ebbt nicht ab. Während der Tour ist vor der Tour, und so sorgte jüngst die Vorankündigung für zehn geplante Konzerte 2025 zur „Augen Träumen Herzen Sehen“-Tour bei seinen Fans für helle Aufregung; der Run auf den Kartenvorverkauf auch schon wieder besiegelt. Was der rappende Motivator auch macht - seine Fans lieben ihn dafür.
12000 begeisterte Fans
So auch am Samstagabend in der ausverkauften Schleyerhalle, wo er von 12000 begeisterten Fans in einem gut zweistündigen Konzert gefeiert wurde. Mit harten Drums fällt gegen 21 Uhr der Vorhang und königsgleich erscheint der K auf den Stufen seiner Bühne, links und rechts umringt von Wolfsfiguren, seinem Symbol, und beginnt mit dem ersten Song „Kopf Gef**“.
Von Liebe, dem Verlassenwerden, dem Zusammenkommen geht es viel bei ihm. Und dann davon, wie es gelingt, dranzubleiben, wieder aufzustehen und sich nicht kleinkriegen zu lassen, wenn es schwer sein kann im Leben. „Erfolg ist kein Glück“ (2018) ist eines der erfolgreichsten Stücke.
Von Motivationsrap über Balladen hin zu Rock
Die musikalische Bandbreite reicht dabei von Motivationsrap über Balladen hin zu Rock und Pop. Dazu kommen häufig Covers und Samples bekannter Künstlerinnen und Künstler wie Lana Del Rey (Summertime), Likke Li (I follow), die Prinzen (Alles nur geklaut) oder auch, ja, der Gummibärenbande. Mutmachen, mitmachen und für ein Gefühl von Gemeinsamkeit sorgen, das macht Kontra K‘s Konzerte zu einem Ereignis für Groß und Klein.
Mit Handylichtermeer und La-Ola-Welle wird dem Star gehuldigt. Dazu Pyroflammen auf der Bühne. Mit großer Geste wirbelt der 36-Jährige, mit dem tätowierten Körper und den zerrissenen Jeans, über die Bühne, begleitet von einer starken Band, Rap und Gesang.
Kollaborationen gab es schon mit SDP, Sido, Clueso, Nico Santos, Samra, Luciano oder Mark Forster. Der Berliner Gangsta-Rap, mit dem Kontra K, der mit bürgerlichem Namen Maximilian Diehn heißt, berühmt wurde, ist mittlerweile abgelegt. Allerdings gibt es die martialische Geste mit Faust in der Luft. Am Ende eine große Verbeugung vor dem Publikum; ein Wolfsausruf des Stammesvaters und frenetischer Beifall.