Alles ist erlaubt – und alles ist bei der EAV schön bunt. Foto: Oliver Willikonsky-Lichtgut

Die österreichsische Musiktruppe Erste Allgemeine Verunsicherung macht Schluss. Auf ihrer Abschiedstournee hat sie jetzt auch in Stuttgart ihre Späße getrieben. Dabei ging es schon mit einer Überraschung los.

Stuttgart - Tausend Jahre alt möchten sie sein, aber seit gerade einmal 42 treiben sie ihre Scherze. Die Erste Allgemeine Verunsicherung kommt am Mittwochabend mit einem Sarg auf die Bühne des Beethovensaals. Klaus Eberhartinger, Thomas Spitzer, Kurt Keinrath und ihre Crew sind auf Abschiedstournee - sie tragen die Verunsicherung zu Grabe. Zuvor kalauern sie ausgiebig, wechseln die Kostüme, die Stile, beklagen das Vergehen der Zeit und singen alte Lieder neu: „Ba- Ba- Bandscheibenvorfall - die Gicht ist immer und überall.“

EAV machen den Spagat zwischen Hardrock, Kabarett, Komödienstadl, Faschingsschlager und Cocktailjazz - mehr als zweieinhalb Stunden lang vor ausverkaufter Halle. Ein Stuttgarter Zusatztermin ihrer Abschiedstournee steht längst fest. Die Bühne ist aufwändig gestaltet; im Mondlicht stellt ein mafioser Froschkönig der Bordsteinschwalbe nach, der Stammtisch diskutiert die Toleranz, Präsidenten und Musikerkollegen werden mit Spott übergossen und ganz zuletzt kommt der Sensenmann. Die Show ist aus, der Spaß vorbei? Wer das denkt, hat die Rechnung ohne den Märchenprinzen gemacht. Und der ist nicht allein.

Mehr zum Konzert gibt es später hier an dieser Stelle.

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