Mit Laserhandgeräten ging die Polizei gegen Raser vor. Foto: /HMB-Media

Bei schwerpunktmäßigen Kontrollen an fünf Tagen hat die Polizei im Kreis Esslingen sowie den Kreisen Reutlingen, Tübingen und dem Zollernalbkreis über 6000 Verstöße festgestellt.

Während einer Schwerpunktwoche hat die Polizei mehr als 6000 Tempoverstöße in den Landkreisen Reutlingen, Esslingen, Tübingen und Zollernalbkreis festgestellt. Zwischen dem 5. und dem 10. August kontrollierten Beamte des zuständigen Polizeireviers in Reutlingen zusammen mit Behörden besonders unfallträchtige Strecken.

 

 Die Kontrollen fanden im Rahmen einer europaweiten Aktion statt, wie ein Sprecher berichtet. Ein Großteil der Verstöße wurde demnach mit stationären Lichtschranken und Messanhängern erfasst.

Rund 360 Autofahrer, die schneller als zulässig unterwegs waren, stoppten die Polizisten direkt nach einer Messung mit Laserhandgeräten. Etwa 960 Fahrer müssen nach der Woche nun mit Bußgeld und Punkten in Flensburg rechnen. Bei 40 Rasern kommt zudem ein Fahrverbot hinzu. Besonders auffällig war ein 21-jähriger Alfa-Romeo-Fahrer, der auf der B10 bei Wernau statt erlaubter 80 mit 147 km/h unterwegs war. Er muss zwei Monate auf den Führerschein verzichten und rund 600 Euro zahlen.

Geschwindigkeit ist wesentlicher Faktor bei tödlichen Unfällen

Im vergangenen Jahr starben im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Reutlingen bei 36 Unfällen 40 Menschen. In neun Fällen spielte dabei laut Polizei überhöhte Geschwindigkeit eine Rolle. Seit dem Jahr 2020 steigt die Zahl der Verkehrsunfälle im Landkreis Esslingen kontinuierlich an.

Jüngst hat sich Esslingens Oberbürgermeister bei Stern-TV drastisch zum Thema Geschwindigkeitsbegrenzungen innerhalb von geschlossenen Ortschaften geäußert. „40 auf den Hauptstraßen und ganz konsequent in allen anderen Bereichen Geschwindigkeit 30“, fordert Matthias Klopfer. „Wir zahlen in Deutschland einen unglaublich hohen Blutzoll für unser Verkehrsverhalten“, kommentierte er seinen Vorstoß.