Ein Meister bei der Arbeit – doch viele Barbershops erfüllen die gesetzlichen Vorgaben nicht. Foto: dpa/Daniel Karmann

Sie schießen wie Pilze aus dem Boden – die Barbershops für gepflegte Männervollbärte. Jetzt wurden die Salons mal genauer unter die Lupe genommen.

Stuttgart - Bei manchen Barbershops ist jetzt erst einmal der Bart ab: Polizei, Zoll, Handwerkskammer und Gewerbebehörde der Stadt Stuttgart haben am Donnerstagnachmittag zehn Barbershops im Stadtgebiet kontrolliert und dabei reichlich Verstöße festgestellt. Bei der Kontrollaktion ging es vor allem um Schwarzarbeit in einem zulassungspflichtigen Handwerk, bei dem ein Meister als Betreiber vorgeschrieben ist. Die Einsatzkräfte nahmen zwischen 13.45 und 18 Uhr die Geschäfte ins Visier, von denen nur drei bei Handwerkskammer und Gewerbebehörde als Friseurgeschäfte angemeldetsind.

Die Beamten stellten sieben Verstöße gegen die Gewerbeordnung fest – ein Friseur braucht eine Gewerbeanmeldung und einen Eintrag in der Handwerksrolle. In acht Fällen wurde der Mindestlohn nicht gezahlt. Außerdem gab es fünf Strafanzeigen wegen des Verdachts des Vorenthaltens oder Veruntreuens von Arbeitsentgelt, einmal lag der Verdacht der Urkundenfälschung vor. Dreimal wurde gegen Vorschriften des Sozialgesetzbuchs verstoßen. In acht Geschäften gab es keine Kassenaufzeichnungen.

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