Nach der konstituierenden Sitzung präsentiert sich der neue Gemeinderat von Wimsheim mit Bürgermeister Mario Weisbrich (ganz links). Auf dem Bild fehlen die Räte Norman Jentner und Sabine Höllein. Foto:  

Die Fraktionen einigen sich im Vorfeld auf die Besetzung der Ausschüsse und bestätigen die bisherigen Bürgermeister-Stellvertreter im Amt.

Runderneuert präsentierte sich der neue Wimsheimer Gemeinderat auf seiner konstituierenden Sitzung vor der Sommerpause. Fünf der insgesamt 12 Rätinnen und Räte sind neu ins Gremium gewählt worden. Deutlich zugelegt hat die Gruppierung Bürger für Wimsheim (BfW), die anstatt mit vier nun mit sechs Fraktionsmitgliedern, darunter zwei Frauen, die Hälfte aller Gemeinderatsmitglieder stellt. Zu ihnen gehört auch der Wimsheimer Kinderarzt Andreas Griesinger, der erstmals kandidiert hatte und mit deutlichem Abstand die meisten Stimmen für die BfW geholt hat.

 

Noch 30 Stimmen mehr hat ein anderer Mediziner auf sich vereinigt – und zwar der Zahnarzt Klaus Bohnenberger von der Freien Wählervereinigung (FWV), der damit Stimmenkönig dieser Wahl wurde. Seine Fraktion hat wie zuvor schon vier Sitze im Gremium inne, wobei diesmal keine Frau mehr dabei ist. Die Gruppierung hatte eine Liste nur mit Männern zur Wahl aufgestellt. Klaus Bohnenberger ist zusammen mit dem Wimsheimer Bürgermeister Mario Weisbrich (CDU) auch Mitglied im Kreistag des Enzkreises.

Der Stimmenkönig kommt von der FWV

Ebenfalls wieder im Gemeinderat vertreten ist die Liste Bürgerinitiative (BI) mit zwei Mitgliedern, darunter eine Frau. Sie gehört seit 2014 dem Gemeinderat an, seit der letzten Wahlperiode nur noch mit zwei Räten. Nicht mehr angetreten war diesmal die Liste Wimsheim Miteinander, die ebenfalls zehn Jahre mit am Ratstisch saß. Neben den seitherigen Mitgliedern sind neu im Gremium Andreas Griesinger und Simone Richt (BfW), Stefan Schlittenhardt (FWV) sowie Sabine Höllein und Michael Zotz (BI).

Auf Vorschlag des Bürgermeisters bestätigte das neue Gremium die Gemeinderäte Hans Lauser (BfW) und Klaus Bohnenberger (FWV) zu den beiden ehrenamtlichen Bürgermeister-Stellvertretern. Sie hatten diese Ämter bisher auch schon ausgeübt. „Ein Stellvertreter sollte eine gewisse Erfahrung in der Kommunalpolitik mitbringen“, sagte Weisbrich auf Nachfrage. „Und im Zweifelsfall kann das ganz schnell ein Ganztagsjob sein – und zwar von heute auf morgen“, meinte er.

Ehrenamt kann schnell zum Ganztagsjob werden

Anders als in der Nachbargemeinde Mönsheim hatten die Mitglieder des neuen Gemeinderats die Besetzung der Ausschüsse und der Zweckverbandsversammlungen vor der Sitzung auf dem Weg der Einigung geklärt. Neu ist, dass dem Kuratorium Kinderbetreuung jetzt anstatt zwei nun drei Gemeinderatsvertreter angehören, von jeder Gruppierung einer.