Wegen einer Erkrankung muss Konstantin Wecker alle geplanten Gigs seiner "Lieder meines Lebens"-Tour im November absagen. Erst vor einigen Monaten hatte er ein niederschmetterndes Gesundheitsupdate geteilt.
Der 78-jährige Künstler Konstantin Wecker muss seine für November geplanten Auftritte der "Lieder meines Lebens"-Tournee aus gesundheitlichen Gründen absagen. Wie auf seiner offiziellen Webseite mitgeteilt wird, können die Konzerte "krankheitsbedingt leider nicht stattfinden", wobei mindestens alle November-Termine 2025 betroffen sind. Erst vor wenigen Monaten hatte Wecker öffentlich gemacht, dass er aufgrund vermuteter Nervenschäden in seiner linken Hand kaum noch in der Lage sei, Klavier zu spielen.
Konstantin Wecker hat Nervenschäden in linker Hand
Laut Information auf der offiziellen Webseite des Künstlers werden die Ticketkosten für die abgesagten November-Konzerte an den jeweiligen Verkaufsstellen zurückerstattet. Künstler und Veranstalter bemühen sich "nach Kräften", Ersatztermine für die ausgefallenen Auftritte zu finden. Der nächste von Eventim gelistete Auftritt ist für den 2. Dezember 2025 in Graz angesetzt.
Bereits im August hatte Wecker in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" über seine gesundheitlichen Probleme gesprochen. "Gerade die linke Hand hatte immer wieder Ausfälle", erklärte er damals und gestand, diese Symptome zunächst nicht ernst genommen zu haben. Er vermutete, der jahrelange Alkoholkonsum habe zu den Nervenschäden geführt. Mittlerweile könne er nur noch einfache Melodien spielen: "Wie ein kleines Kind. Wie ein Anfänger. Mehr ist nicht mehr drin." Eine Heilung sei unwahrscheinlich.
Konstantin Wecker litt unter Drogen- und Alkoholsucht
In seinem im September veröffentlichten Buch "Der Liebe zuliebe" thematisiert der Künstler auch seine früheren Suchtprobleme, darunter Depressionen, Alkohol- und Drogenabhängigkeit. Im Gespräch mit "Zeit Verbrechen" 2021 bezeichnete Wecker seine damalige Verhaftung wegen Kokainbesitzes rückblickend als "Segen", da er alleine nicht aus der Sucht herausgefunden hätte: "Ich war so unglaublich drauf, dass ich mir damals einen Herzinfarkt gewünscht habe, nur damit ich in eine Klinik eingewiesen werde." (spo)