Zwar bietet der Handel kompostierbare Mülltüten aus Bioplastik an. Doch in vielen Biogasanlagen sind diese unerwünscht. Zeitungspapier kann dort problemlos verarbeitet werden. Im Video erklären wir, wie man aus alten Zeitungen eine praktische Mülltüte faltet.

Stuttgart - Biomülltüten aus kompostierbarem Plastik werden im Handel als umweltfreundlich und praktisch angeboten. Doch in Stuttgart sind sie in der Biotonne unerwünscht, das Plastik wird als Störstoff bezeichnet. Denn es stimmt zwar, dass sich der Kunststoff aus pflanzlichen Rohstoffen zersetzt. Dieser Prozess dauert für die Weiterverarbeitung des Biomülls in Biogasanlagen allerdings zu lange. Meist zerfallen die Bio-Kunststoffe auch nur unter ganz speziellen Bedingungen. Deswegen müssen sie in den Kompostieranlagen in Stuttgart aufwendig herausgefischt werden – und landen am Ende in der Verbrennung.

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Was jedoch in die Tonne darf, um den Biomüll einzuschlagen, ist Zeitungspapier. In unserem Video zeigen wir, wie man mit wenigen Handgriffen aus zwei Bogen altem Zeitungspapier eine quadratische Mülltüte faltet, die in viele gängige Müllsortiersysteme von Küchenherstellern passen. Das ist nicht nur besser für die Recyclinganlagen, es spart auch noch Geld: Eine Rolle der unerwünschten Plastikbeutel mit zehn Stück kostet im Schnitt zwei Euro. Das Zeitungspapier bekommt so noch eine zweite Verwendung, anstatt nach der Lektüre ins Altpapier zu wandern.

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