Armin Serwani sieht seine FDP nicht im Regen stehen. Foto:  

Im Stuttgarter Norden hatten Wahlberechtigte Stimmzettelblocks ohne die FDP-Liste erhalten. FDP-Kreischef Armin Serwani drohte mit Wahlanfechtung. Jetzt sieht er das als nicht mehr nötig an. Was ist geschehen?

Stuttgart - Eine Kommunalwahl mit Wahlzettelblocks ohne die Liste der FDP? Geht gar nicht, fand FDP-Kreischef Armin Serwani noch kurz vor der Wahl. Die Liberalen verlangten von der Stadt eine „umgehende und vollständige Neuzustellung von Stimmblöcken im Stuttgarter Norden“. Andernfalls ziehe man eine Anfechtung der Gemeinderatswahl in Betracht, drohten die Liberalen. Schließlich gehe es um Hunderte Stimmen. Laut Stadt hatten sechs Betroffene die fehlende Seite moniert. Am Montag nach dem Wahlsonntag klang das bei der FDP allerdings ganz anders: „Ich werde dem Vorstand empfehlen, von einer Wahlanfechtung abzusehen“, sagte Serwani unserer Zeitung. Dieser werde darüber am Dienstag entscheiden.

Stadt teilte neue Stimmzettelblöcke aus

Was war geschehen? Die Liberalen können sich jetzt bei allen drei Wahlen über deutliche Zugewinne freuen. „Es gab lange Gesichter, aber nicht bei uns“, meint Serwani zufrieden. Aber der eigentliche Grund für seinen Stimmungsumschwung in punkto Anfechtung sei, dass die Stadt Stuttgart am Donnerstagnachmittag entschieden habe, großflächig neue Stimmzettelblöcke auszuteilen. Ursprünglich habe die Stadt noch erklärt, die Betroffenen hätten anrufen und sich selber neue Stimmzettelblöcke abholen sollen. Aber nun sagt Serwani über die Stadtverwaltung: „Sie haben alles probiert, um die Sache auszumerzen.“

Ordnungsbürgermeister Martin Schairer kann in den fehlenden Seiten kein Versäumnis der Stadt sehen, da es sich um Fehldrucke der Druckerei handle. Diese habe von einem Papierbahnriss gesprochen und sich für diesen Fehler entschuldigt.

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