Laubbäume sind gut fürs Stadtklima. Foto: dpa

Nachpflanzungen von Bäumen in der Innenstadt, Klimaneutralität bis 2050, Umbau der Energieversorgung: das Thema Stadtklima und Klimaschutz treibt auch die Parteien im Gemeinderat um.

Stuttgart - Die Fraktionen im Stuttgarter Gemeinderat haben in Sachen Klimaschutz viele Ziele.

Grüne

Stuttgart muss bis 2050 klimaneutral werden, die Treibhausgasemissionen in der Stadt müssen, bezogen auf 1990, um 95 Prozent gesenkt und der Endenergieverbrauch halbiert werden.“ Dieses Ziel steht ganz vorne im kommunalen Wahlprogramm der Grünen. „Mit dem Masterplan „100 % Klimaschutz“ und dem Energiekonzept ,Urbanisierung der Energiewende in Stuttgart’ haben wir klare Ziele und Instrumente festgelegt“, so die Grünen in dem 52-Seiten-Programm zur Kommunalwahl.

CDU

39 Prozent der Stadtfläche sind als Landschaftsschutz- beziehungsweise Naturschutzgebiete ausgewiesen. Diesen hohen Anteil will die CDU in Stuttgart erhalten und noch weiter ausbauen: „Das bleibt unsere Zielsetzung.“ Deshalb fordert sie etwa: „Nach- und Neupflanzungen von Bäumen – in der Innenstadt wie in den äußeren Stadtbezirken – haben hohe Priorität.“ Oder: „Ausgleichsmaßnahmen für Eingriffe in Natur und Umwelt sollen zeitgleich sowie im Umfeld der den Ausgleich auslösenden Tatbestände erfolgen.“

SPD

Die SPD setzt sich dafür ein, dass die Energieversorgung dezentral umgebaut wird. „Die Zukunft findet in den Stadtbezirken statt“, so die SPD Stuttgart: „In jedem Stadtbezirk soll ein Quartierskonzept entwickelt werden. Denn hier wird die Versorgung mit Wärme und Energie alltäglich erfahrbar. Energie und Wärme werden direkt erzeugt – von Bürgern, von Gewerbe und von großen öffentlichen Gebäuden. Energiequellen sind insbesondere Solarthermie, Umweltwärme, Biomasse und Abwärme der Industrie.“

Freie Wähler

Auch die Freien Wähler betonen die herausragende Bedeutung der Halbhöhenlage und der Waldflächen für das Stadtklima. Sie stellen ebenso fest: „Nicht jedes bebaubare Grundstück liegt in einer Frischluftschneise.“

FDP

„Wir fördern Ausbau und Erhalt von Parkanlagen und Biotopen auch auf dem durch S 21 frei werdenden Bahngelände“, so die FDP. Außerdem: „Smart-Energy-Konzepte sollen Stuttgart zur Stadt der Energieeffizienz machen“.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: