Die Kosten für die Betreuung von Kleinkindern sind im vergangenen Jahr gestiegen (Symbolbild). Foto: dpa

Die Kosten für die Tagesbetreuung der unter Dreijährigen sind im letzten Jahr erheblich gestiegen. Dies ergaben die aktuellen Auswertungen des Statistischen Landesamts am Montag.

Stuttgart - Während beim kommunalen Finanzausgleich die Zuweisungen für Kindergartenkinder zwischen drei und sieben Jahren in den vergangenen drei Jahren stagnierten, sind die Kosten für die unter Dreijährigen erheblich gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Landesamts vom Montag erhielten Kommunen für die Tagesbetreuung von Kleinkindern 2018 aus dem Finanzausgleich 931,5 Millionen Euro. Im Jahr 2015 waren es rund 659 Millionen und bei Einführung dieser Förderung 2009 erst 73,1 Millionen Euro.

In die Kleinkindbetreuung flössen derzeit etwa zwei Drittel der gesamten Kinderförderung, hieß es weiter. Je Kleinkind bedeute dies einen Betrag von nahezu 14.550 Euro.

Für die Betreuung der Kindergartenkinder zwischen drei und sieben Jahren wurden im Jahr 2018 wie bereits 2015 Zuweisungen in Höhe von rund 529 Millionen Euro ausbezahlt. Dies entspreche einem Jahresbetrag je Kind von annähernd 2.300 Euro. Im Jahr 2009 erhielten die Kommunen für ihre Kindergartenkinder etwa 386,4 Millionen Euro.

Wöchentliche Betreuungszeit pro Kind nimmt Einfluss auf Höhe der Zuweisungen

Insgesamt habe die Förderung 2018 für Tageseinrichtungen in den Kommunen bei knapp 1,5 Milliarden Euro gelegen, so das Landesamt weiter. Das Land erhöhe dieses Jahr die zu verteilenden Mittel um rund 14 Prozent auf insgesamt voraussichtlich rund 1,67 Milliarden Euro. Davon entfallen dann gut 665 Millionen auf die Betreuung der Kindergartenkinder - was in dem Bereich ein Plus von 26 Prozent bedeutet.

Aus dem Finanzausgleich erhalten die Kommunen pauschale Zuweisungen für die Betreuung der drei- bis unter siebenjährigen Kinder. Zudem gebe es Zuweisungen zu den Betriebskosten im Rahmen der Kleinkindförderung für die unter dreijährigen Kinder. Berechnungsgrundlage ist die Zahl der Kinder, die in der jeweiligen Kommune betreut werden, und die wöchentliche Betreuungszeit pro Kind, hieß es in der Mitteilung.

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