Kontrolle in Kita und Schule verbessert Zahngesundheit Foto: karelnoppe - Fotolia

Nach schmerzhaften Einschnitten ist das Stuttgarter Gesundheitsamt kaum noch handlungsfähig. Für die Zahnvorsorge in Kitas und Schulen muss dringend das Personal verstärkt werden, meint Barbara Czimmer-Gauss.

Stuttgart - Das Gesundheitsamt ist schwer gebeutelt. Bei jeder Sparrunde stehen die Angebote der Behörde zur Disposition mit dem Argument, dass niedergelassene medizinische und therapeutische Dienstleister ja Ersatz bieten könnten. Zuletzt musste das Amt bei der Haushaltskonsolidierung 2003 schmerzhafte Einschnitte hinnehmen, die Aufgaben des Sachgebiets Zahngesundheit wurden neu definiert, um Personal zu sparen. Heute rächt sich, dass der Gemeinderat damals die Leistungen der Ärzte mehrheitlich für verzichtbar gehalten hatte.

Denn inzwischen ist die Zahl der zu untersuchenden Kinder in Tagesstätten wesentlich gestiegen, und die Schülerschar wächst um zahlreiche Flüchtlingskinder. Also wird das Amt angesichts der Personalnot wesentlich weniger Kontrollen in den Kitas machen und 3000 Schüler weniger untersuchen. Die Politik muss entscheiden, ob sie weiterhin Verantwortung für die Zahngesundheit der Kinder übernehmen will. Wenn ja, müssen Ärzte und Assistenten Verstärkung bekommen.

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