Kommentar zur Patientenberatung Mogelpackung

Von Carolin Stihler 

Noch gibt es in Stuttgart eine Unabhängige Patientenberatung Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
Noch gibt es in Stuttgart eine Unabhängige Patientenberatung Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Zweifel an der Unabhängigkeit einer Patientenberatung, die auch für Krankenkassen tätig ist, sind angebracht, kommentiert Carolin Stihler.

Stuttgart - Der Spitzenverband der Krankenkassen hat sich gegen die bisherige Unabhängige Patientenberatung entschieden und wird damit einen Kritiker los. Nun soll eine Firma die Beratungen übernehmen, die bereits für einige Krankenkassen tätig ist. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Zweifel an der Unabhängigkeit der neuen Patientenberatung sind unter diesen Umständen angebracht. Denn wer beißt schon die Hand, die ihn füttert?

Die bisherigen Berater haben sich ein Netzwerk an Kontakten aufgebaut und das Vertrauen der Ratsuchenden gewonnen. Die Qualität ihrer Beratungen wurde geprüft – und für gut befunden. Doch auf dieses Wissen und diese Erfahrung will man künftig verzichten.

Wer auch immer in Zukunft die Patientenberatung übernehmen wird, sichtbar wird das nach außen hin nicht: Logo, Name und Webseite bleiben gleich. Die Ratsuchenden werden deshalb von der Qualität ausgehen, die sie in der Vergangenheit von der Unabhängigen Patientenberatung gewöhnt waren – und eine Mogelpackung erhalten.

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