Der Prototyp F 015 von Mercedes sorgte zur Eröffnung der Technikmesse in Las Vegas für Aufsehen Foto: dpa

Auf der Technikmesse in Las Vegas hat die deutsche Industrie ein Zeichen gesetzt: Die alte Wirtschaft kann mit den US-Software-Giganten konkurrieren, meint Daniel Gräfe.

Stuttgart - Die Technikmesse CES zeigt, wie rasant sich unser Alltag verändert. Ob Computeruhren, gekrümmte Bildschirme oder sprechende Geräte: Was einst als Science-Fiction galt, ist inzwischen Teil unseres Lebens. Oder könnte es bald werden. Wie das autonome Fahren zum Beispiel.

Hier haben die deutschen Autobauer Daimler und Audi mit ihren Zukunftswagen ihre Muskeln spielen lassen. Weltweit haben sie zur Messeeröffnung die Schlagzeilen bestimmt. Die Botschaft: Seht her, wir müssen uns vor Google & Co. nicht verstecken! Schließlich arbeitet der IT-Gigant aus Kalifornien ebenfalls an seinem selbstfahrenden Wagen – dieses Jahr soll er über öffentliche Straßen fahren.

Beim autonomen Fahren könnte sich bald entscheiden, wer den Wettlauf der Systeme gewinnt – Autobauer oder Software-Giganten. Daimler & Co haben in Las Vegas eindrücklich demonstriert, dass sich die alte Wirtschaft erneuern kann. Wie sehr, muss sich noch zeigen. Denn die IT-Konkurrenz sitzt als Helferlein meist mit an Bord, seien es Googles und Apples Betriebssysteme oder Kameras von LG. Am Ende wird die Frage sein, welches Unternehmen das bessere Gesamtpaket und die komplettere Dienstleistung bietet.

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