Das Gerber legt einen Fehlstart hin Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Gerber-Centermanager Helmut Koprian kündigte vor einem Jahr an: Die gute Lage eines Einkaufcenter wird alles entscheiden – für das Gerber und gegen das Milaneo. Nun sind alles schlauer - ein Strategiewechsel ist deshalb richtig.  

Stuttgart - Vor einem Jahr ist Helmut Koprian, ein Großmeister des Handels, vollmundig als Gerber-Centermanager angetreten. Seine Ansage: Die gute Lage eines Einkaufcenter wird alles entscheiden – für das Gerber und gegen das Milaneo.

Nun sind alles schlauer. Koprian hat sich getäuscht. Das Milaneo brummt, das Gerber zieht nur am Wochenende Kunden an. Denn die Strategen des Centers haben gegen die wichtigsten Grundsätze verstoßen: Ein Einkaufscenter muss ein hervorragendes funktionales Konzept haben. Und der Branchen- sowie und Mietermix muss stimmen.

Beim Gerber schloss der Vermarkter dagegen zu schnell, zu wahllos Mietverträge ab. Am Ende kam ein beliebiges, austauschbares Angebot heraus. Mehrere Dessousanbieter auf engstem Raum sind Ausdruck dieser Strategie.

Bis zuletzt wurde den Kunden nicht klar: Was ist das Gerber eigentlich? Als mächtiges Einkaufscenter wurde es mit seinen etwa 80 Läden jedenfalls nicht wahr- und ernst genommen. Daher ist der Strategiewechsel zum Einjährigen richtig.

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