So sehen keine Sieger aus: Wladimir Klitschko. Foto: dpa

Was für ein Rückschlag für Wladimir Klitschko! Geschlagen von einem krasser Außenseiter. Wenigstens hat er anerkannt, dass Tyson Fury der Bessere war. Das spricht für ihn, findet unser Redakteur Jochen Klingovsky.

Düsseldorf - Was für ein Rückschlag für Wladimir Klitschko! Er wollte seinen Traum verwirklichen und sich nach Siegen gegen Tyson Fury und WBC-Weltmeister Deontay Wilder alle wichtigen WM-Gürtel des Schwergewichts in den Schrank hängen. Stattdessen liegt er nun am Boden. Geschlagen von einem, der krasser Außenseiter war und mehr durch seine Courage begeisterte als durch boxerische Klasse. Wenigstens hat Wladimir Klitschko in der Niederlage Größe gezeigt und anerkannt, dass Tyson Fury an diesem Abend der Bessere war. Er erwies dem neuen Weltmeister den Respekt, den er in den vergangenen elf Jahren von den Gegnern, die er geschlagen hat, auch immer einforderte.

Klitschko (39) hat genug Geld verdient, um nach der Karriere ein angenehmes Leben führen zu können. Ob er noch einmal in den Ring zurückkehrt, ließ er offen. Dabei ist klar: Einer, der von sich selbst und von allen in seinem Umfeld zu den besten Schwergewichtsboxern der Geschichte gezählt wird, kann nach so einer Leistung nicht abtreten. Ein großer Athlet darf verlieren, aber niemals nach einer Niederlage aufhören, bei der er bei weitem nicht alles gezeigt hat, was in ihm steckt. Ein echter Champion schlägt zurück.

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