Die amtierende Bundestrainerin (Silvia Neid/links) und Steffi Jones, die Neue Foto: dpa

Steffi Jones löst Silvia Neid 2016 als Bundestrainerin ab. Der DFB betreibt mit seiner Personalplanung ein gefährliches Spiel, das schnell zu einem Eigentor führen kann. Eine Chance hat Steffi Jones aber allemal verdient, findet unsere Sportredakteurin.

Stuttgart - Schlussspurt für Silvia Neid: Im September 2016 pfeift sie ihre Karriere in der Frauenfußball-Nationalmannschaft ab – nach 34 erfolgreichen Jahren als Spielerin, Co-Trainerin und Teamchefin. Ein logischer Schritt, denn sie hat alles erreicht.

Doch ihre Entscheidung hat den Deutschen Fußball-Bund (DFB) bei der Suche nach einer Nachfolgerin zu einer mutigen, aber sehr riskanten Wahl gedrängt. Denn ob Steffi Jones die Richtige ist, bleibt abzuwarten. Die frühere Verteidigerin hat gewiss viel Erfahrung als Spielerin gesammelt und der Heim-WM 2011 ein Gesicht gegeben – eine Mannschaft aber hat sie noch nie trainiert.

Riskant ist auch der Zeitpunkt der Bekanntgabe. Bei der Weltmeisterschaft in diesem Sommer sitzt in Neid eine Trainerin auf der Bank, die kurz vor ihrer Auswechslung steht.

Keine Frage: Der DFB betreibt mit seiner Personalplanung ein gefährliches Spiel, das schnell zu einem Eigentor führen kann – für den gesamten Frauenfußball. Eine Chance hat Steffi Jones aber allemal verdient. Ein ähnliches Experiment hat ja mit Jürgen Klinsmann bei den Männern sehr gut funktioniert.

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