Kommentar zu Stuttgart 21 Einigkeit in der Uneinigkeit

Von Konstantin Schwarz 

Im Verkehrsausschuss vom Bundestag stand Stuttgart 21 auf der Agenda Foto: dpa
Im Verkehrsausschuss vom Bundestag stand Stuttgart 21 auf der Agenda Foto: dpa

Der Verkehrsausschuss des Bundestages nahm sich am Mittwoch dem Thema Stuttgart 21 an. Die Debatte zeigte: Die Bahn wie auch das Eisenbahn-Bundesamt (Eba) müssen wichtige Fragen der Kritiker unbedingt beantworten, kommentiert StN-Redakteur Konstantin Schwarz.

Berlin - Die Expertenanhörung des Verkehrsausschusses in Berlin zum Thema Stuttgart 21 hat Einigkeit nur in der Uneinigkeit gebracht. Das war nicht anders zu erwarten. Die Bahn baut und sammelt die eine und andere Genehmigung ein, ihr Infrastrukturvorstand Volker Kefer hat daher an Zuversicht gewonnen.

Die aber kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass zentrale Fragen beim Brandschutz und dem Betriebskonzept für den neuen Tiefbahnhof nicht geklärt sind. Daran hat auch das Eisenbahn-Bundesamt (Eba) als Genehmigungsbehörde einen nicht kleinen Anteil.

Wie kann es sein, dass mögliche Einschränkungen beim Betrieb – zum Beispiel wegen der Gleisneigung – erst mit der Genehmigung der Inbetriebnahme feststehen? Also zu einem sehr späten Zeitpunkt. Genauso die Fragen zur Entrauchung der Bahnhofshalle: Warum müssen diese nicht geklärt werden, bevor Millionen in Beton investiert werden? Die Absaugung von Rauch und ausreichende Fluchtwege sind sensible Themen, bei denen es letztlich um Menschenleben geht.

Bahn und die Aufsichtsbehörde über die Bahn müssten das allergrößte Interesse daran haben, diese Fragen jetzt zu klären.

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