Es braucht mehr Pflegeplätze, auch in Stuttgart. Foto: dpa-Zentralbild

Ohne eine noch stärkere Steuerung wird es bei der Flächenknappheit in Stuttgart nicht gehen. Und ohne mehr Förderung durch die Stadt – und des Landes – wie noch vor Jahren wird es manches Angebot auch in Zukunft nicht geben, sagt StZ-Redakteur Mathias Bury.

Stuttgart - Die Altenpflege gehört zu den großen Dauerbaustellen der Politik. Bundespolitisch steht eine große Veränderung durch die Neudefinition der Pflegebedürftigkeit bevor, aus drei werden künftig sechs Pflegestufen. Und in Baden-Württemberg läuft bald die Übergangsfrist der Landesheimbauverordnung aus.

Für die Altenhilfeträger bedeutet dies große Herausforderungen. Die Heime sollen den individuellen Bedürfnissen der Betroffenen besser entsprechen und vermehrt im näheren Lebensumfeld der Menschen errichtet werden. Wer will, soll künftig auch in eine Pflege-WG ziehen können.

Ein bisschen viel auf einmal, möchte man fast sagen, führt man sich alle Veränderungen vor Augen. Dennoch muss es einem nicht bange sein. Nicht nur, weil im Einzelfall immer auch Kompromisslösungen möglich sind. Insgesamt hat Baden-Württemberg ohnehin eine vergleichsweise kleinräumige Pflegeheimstruktur. Insbesondere in der Landeshauptstadt ist man sich auch längst der Verantwortung bewusst, die man als Kommune bei der Gestaltung der stationären Pflegeangebote hat. Was nicht heißt, dass man nicht nachbessern müsste. Ohne eine noch stärkere Steuerung wird es bei der Flächenknappheit in Stuttgart nicht gehen. Und ohne mehr Förderung durch die Stadt – und des Landes – wie noch vor Jahren wird es manches Angebot auch in Zukunft nicht geben.

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