Rainer Tempel. Foto: Staiber

Rainer Tempel ist eine gute Wahl – aus gutem Grund war er ein Favorit auf die Nachfolge von Bernd Konrad an der Spitze des Jazz-Studiengangs der Stuttgarter Musikhochschule, sagt Kulturredakteur Bernd Haasis.

Rainer Tempel ist eine gute Wahl – aus gutem Grund war er ein Favorit auf die Nachfolge von Bernd Konrad an der Spitze des Jazz-Studiengangs der Stuttgarter Musikhochschule, sagt Kulturredakteur Bernd Haasis.

Stuttgart - Rainer Tempel ist eine gute Wahl – aus gutem Grund war er ein Favorit auf die Nachfolge von Bernd Konrad an der Spitze des Jazz-Studiengangs der Stuttgarter Musikhochschule. Der Tübinger Pianist und baden-württembergische Landesjazzpreisträger 2002 hat mit einheimischen Musikern gespielt (Joo Kraus, Claus Stötter) – und mit internationalen Stars (Chick Corea, Till Brönner), er hat diverse Big Bands geleitet und in Luzern wie seit 2009 in Stuttgart als Professor Jazzkomposition unterrichtet. Diese Fülle an Erfahrungen kann ihm dabei helfen, dem anspruchsvollen Stuttgarter Lehrstuhl an der Schnittstelle zwischen Jazz, Klassik und Neuer Musik neue Impulse zu geben. Vor allem aber ist seine offizielle Berufung ein Signal: Der Jazz wird in der Landeshauptstadt nicht abgeschafft, die Szene behält ihre Lebensader. Offenbar hat Kunststaatsminister Jürgen Walter (Grüne) seine im Kern eher ungrüne Idee eines in Mannheim gebündelten Elite-Jazz-Instituts überdacht und erkannt, wie wichtig es ist, Baden-Württembergs dezentrale Jazz-Biotope zu erhalten.

b.haasis@stn.zgs.de

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