Torsten Bartzsch genießt das Vertrauen der Bürger. Foto: Archiv (avanti)

Torsten Bartzsch hat in seiner ersten Amtszeit vieles richtiggemacht.

Murr - Die Murrer haben einen neuen Bürgermeister – es ist der alte. Torsten Bartzsch darf sich über seine erste Wiederwahl freuen, auch wenn sie nicht überraschte. Seine Herausforderer hatten nicht die Qualität, ihm ernsthaft gefährlich werden zu können. Das schmälert jedoch nicht seinen Wahlsieg. Die Murrer Bürger haben mit einer Wahlbeteiligung von 57,57 Prozent zum Ausdruck gebracht, dass ihnen an ihrem Schultes sehr viel liegt. Die Briefwahl wegen der Corona-Pandemie anzubieten, dürfte die Wahlbeteiligung gefördert haben. Trotzdem ist es nicht selbstverständlich, dass die Bürger dann auch auf diese Weise wählen gehen.

Tatsächlich hat Torsten Bartzsch in seinen ersten acht Jahren vieles richtiggemacht. So wuchs das Vermögen der Gemeinde unter ihm wie schon unter Vorgänger Manfred Hollenbach, seine Haushaltspolitik war im Zusammenspiel mit Kämmerer Albrecht Keppler sparsam, aber nicht übertrieben knickrig. Bartzsch kurbelte die Ortskernsanierung an und konnte die Verkehrsbelastung auf der Hauptachse an der Hindenburgstraße, der Bietigheimer Straße mit dem neuen Kreisel sowie der Steinheimer Straße zumindest etwas senken. Viele kleine Eingriffe – vom Feuerwehrhaus bis zur Aussegnungshalle – haben die Lebensqualität in Murr erhöht. Das erweiterte Kita-Angebot, der Jugendhaus-Neubau und die in Angriff genommene Kleeblatt-Erweiterung zeigen: Bartzsch hat mit seinem Gemeinderat die Teile der Gesellschaft im Blick, die Hilfe und Betreuung brauchen – wozu auch der wenig populäre Bau von Wohnkapazitäten für geflüchtete Menschen zählt.

Beliebt ist Torsten Bartzsch jedoch auch als Mensch. Geräuschlos arbeitete der frühere Hauptamtsleiter von Schwaikheim seine Aufgaben ab und verfiel nicht in die Versuchung, sich selbst ständig in Szene setzen zu müssen. Das Klima in den Gemeinderatssitzungen ist sachlich und entspannt. Die ruhige Art des Bürgermeisters wirkt auf alle Beteiligten motivierend. Kurzum: Bartzsch und Murr, das passt!

Den Artikel zur Winderwahl finden Sie hier.

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