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Löw nimmt Kuranyi nicht mit zur WM. Das ist gut so, findet StN-Sportchef Gunter Barner.

Stuttgart - Jeder Mensch hat eine zweite Chance verdient, ob er sie bekommt, ist eine andere Frage. Joachim Löw hat seine Entscheidung getroffen. Und das ist gut so. Ob der Bundestrainer richtig entschieden hat, wird erst die Weltmeisterschaft zweifelsfrei klären. Sicher ist jedenfalls: Kevin Kuranyi, der nach Treffern zweitbeste deutsche Torjäger, ist abgeblitzt, er fährt nicht mit nach Südafrika. Das ist menschlich bedauerlich für den Schalker Torjäger, aber sportlich durchaus nachvollziehbar.

Kuranyis Spielweise ist sein Problem

Kevin Kuranyi hat sich nach seiner Flucht von der Nationalmannschaft beim Länderspiel gegen Russland bei Löw und den Fans entschuldigt. Er hat viel dafür getan, um wieder zur Elite des deutschen Fußballs zu gehören. 18 Treffer für Schalke 04 gehen in dieser Saison auf sein Konto. Er ist aus den Schlagzeilen des Boulevards verschwunden. Das alles spricht für den Charakter des ehemaligen VfB-Stürmers. Löw hat dies alles wohlwollend zur Kenntnis genommen - und sich dennoch für seine bewährten Kräfte entschieden.

Das Pech von Kevin Kuranyi ist, dass er in seiner Spielweise zu sehr Mario Gomez, Miroslav Klose und Stefan Kießling ähnelt. Löw braucht während der WM aber auch vielseitig einsetzbare Stürmer. Und deshalb könnte das Aus für Kevin Kuranyi das WM-Ticket für VfB-Torjäger Cacau bedeuten.

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