Böblinger Szenerie beim Postplatz: Neue Lampe (vorne), sticht alte (Mitte) aus. Foto:  

Der Einsatz von Steuermitteln fürs Energiesparen und die Umrüstung auf LED-Leuchten macht Sinn – vor allem größere Städte wie Böblingen und Sindelfingen haben einen hohen Handlungsdruck.

Jede, die schon einmal Geld ausgegeben hat, kennt dies: Hat die Investition einen langfristigen Nutzen oder sind die ausgegebenen Euros in kurzer Zeit für immer weg, weil sie dem bloßen Konsum geopfert werden? Eine klassische Frage, die sich stellt, wenn man sich mit nachhaltigem Wirtschaften auseinandersetzt.

 

In derselben Situation sind auch die Kommunen gerade bei der Reduzierung ihres Energiehungers. Sind die Millionen, die ich in die energiesparende Modernisierung (nicht nur) der Straßenbeleuchtung stecke, langfristig gewinnbringend angelegt? Blickt man auf die exorbitant steigenden Energiekosten, dann ist die Antwort ein eindeutiges Ja. Denn wenn der Strom in absehbarer Zeit doppelt so viel kostet, verringern sich die Kosten für neue Lichter mit jeder Sekunde, die diese leuchten. Und nicht nur das: Auch wenn wir die reine betriebswirtschaftliche Sicht einmal beiseite lassen, ist das Geld, das ins Energiesparen investiert wird, bestens aufgehoben: Jede Kilowattstunde Strom und Gas, die wir in Zukunft sparen, macht uns ein Stück unabhängiger von schwierigen Energielieferanten. Ein kluger Gemeinderat sollte nun handeln und schnellstens die alten Energiefresser austauschen. Auch wenn das kurz mal viel kostet. Eine bessere Rendite kann das Geld der Bürgerschaft derzeit nur schwer erwirtschaften.