Nicht nur Mütter mit Kinderwagen haben ihre liebe Not beim Ein- und Ausstieg am Bahnsteig 1 in Feuerbach. Foto: Georg Friedel

Das Thema Barrierefreiheit am Bahnhof Feuerbach wird erst einmal aufs Abstellgleis geschoben, die Erhöhung des Bahnsteigs 1 ist vorerst abgesagt. Der Bezirksbeirat spricht zurecht von einem Vertrauensbruch der Bahn.

Feuerbach - Die Bahn wird ihrem Ruf mal wieder gerecht. Denn nicht nur die Züge der DB verspäten sich, sondern auch deren Bauprojekte. Die im Rahmen der Bauarbeiten für S 21 zunächst fest zugesagte und nun abgesagte Erhöhung des Hausbahnsteigs am Feuerbacher Bahnhof ist da nur ein Beispiel von vielen.

Bereits vor fünf Jahren sollten die Aufzüge fertig sein

Im August 2012 sagte Sven Hantel, damals Leiter im Regionalbereich Südwest der DB Station & Service, in einem Interview mit der Nord-Rundschau: „Ein ganz großer Mangel ist, dass Feuerbach noch nicht barrierefrei ist.“ Und: „Wir planen gerade den stufenfreien Ausbau und wollen ihn 2014 realisiert haben. Wir werden Aufzüge einbauen, einen am Hausbahnsteig am Empfangsgebäude und einen am Mittelbahnsteig.“

Maßnahme am Bahnsteig 1 ist auf ungewisse Zeit verschoben

2014? Aktuell heißt es, die Aufzüge sollen Anfang 2019 fertig sein. Man darf gespannt sein, ob die Umsetzung dieser Maßnahme noch in diesem Jahrzehnt gelingt. Bei den Bahnsteigen versprach Hantel, diese sollten danach erhöht werden. Doch diese Maßnahme ist zumindest beim Bahnsteig 1 nun auf ungewisse Zeit verschoben. Die Frage ist: Kommt die Erhöhung überhaupt zustande? Denn die Finanzierung klappt nur, wenn alle Beteiligten erheblich mehr Geld auf den Tisch legen als bisher vereinbart. Der Bezirksbeirat spricht zurecht von einem Vertrauensbruch der Bahn und hat den Verantwortlichen eine schallende Ohrfeige verpasst.

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