In Kolumbien wurden die Leichen von Opfern rechter Paramilitärs entdeckt (Symbolbild). Foto: AFP

Die Behörden in Kolumbien haben seit dem Jahr 2006 die Überreste von 9000 Opfern rechter Paramilitärs entdeckt. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit.

Bogota - Seit dem Jahr 2006 haben die Behörden in Kolumbien die Überreste von 9000 Mordopfern rechter Paramilitärs entdeckt. Ehemalige Kämpfer der vor mehr als zehn Jahren offiziell aufgelösten Vereinten Selbstverteidigungsgruppen Kolumbiens (AUC) hätten die Hinweise auf die Massengräber gegeben, erklärte Staatsanwältin Mery Conejo am Mittwoch. 4296 der entdeckten Toten seien bereits an ihre Familien in neun Distrikten Kolumbiens übergeben worden.

Nach Friedensverhandlungen mit der kolumbianischen Regierung hatten zwischen 2003 und 2006 fast 32.000 Kämpfer der AUC die Waffen niedergelegt. Hunderte von ihnen legten nach der 2005 beschlossenen Teilamnestie Geständnisse ab. Die rechten Paramilitärs in Kolumbien waren von Großgrundbesitzern gegründet worden, um gegen linksgerichtete Guerilleros zu kämpfen. Sie töteten jedoch auch Zivilisten und handelten mit Drogen. Ihnen werden mindestens 20.000 Morde zur Last gelegt.

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